Gerd-und-Iris
  Südtirol Mai Juni 2010
 

Südtirol vom 30.5.10 - 5.6.10

30.5.
Sonntag morgens machen wir uns auf den Weg nach Oberwielenberg in Südtirol.
Ausnahmsweise nicht mit dem Wohnmobil, sondern mit unseren Pkw. Wir haben uns wieder auf dem Gönnerhof angemeldet.
Die Fahrt verlief ruhig und zügig. Bis kurz vor Hammelburg. Plötzlich erklang ein Warnton und eine Warnlampe deutete einen Schaden an der Motorsteuerung an. Wir also Warnblinkanlage an, auf den Standstreifen gefahren und ADAC angerufen.
Sonntag! Das kann dauern. Zunächst hielt ein Polizeiwagen. Die Beamten fragten freundlich, ob sie helfen könnten. Da der ADAC aber schon verständigt war, zogen sie zufrieden weiter.
Der gelbe Engel stellte dann einen Fehler in der Zündanlage fest. Weiterfahren ist nicht. Wir durften jedoch bis zum nächsten Parkplatz und mußten dann auf den Abschleppwagen warten. In dieser Zeit haben die Leute vom ADAC für uns eine Werkstatt und ein Hotel in der Nähe ein ausfindig gemacht und dort für uns auch ein Zimmer reserviert.
Wir logierten im
Schloßhotel Saaleck , sehr zu empfehlen!
Wir brachten das Auto zunächst in die Werkstatt, warfen einen Reparaturauftrag in den Briefkasten (war ja zu - Sonntag) und fuhren mit dem Taxi ins Hotel hoch oben auf den Berg.
Die Leute in der Rezeption waren voller Mitleid mit uns. „Wenn Sie noch etwas essen möchten, die Küche schließt um zwei Uhr.“ Und heute Abend ist auch zu. Es war kurz vor zwei und wir hatten keine andere Wahl. Den Berg wieder runter in den Ort und dann zu Fuß wieder rauf? Ne, dann essen wir halt im Schloßhotel (war nicht vom ADAC gesponsert).
Als die Rechnung kam waren wir angenehm überrascht: Ein 3 Gänge Menü incl. Getränke für 2 Personen unter 40 Euro. Das hätten wir nicht erwartet.
Auch Kaffee und Kuchen waren nachmittags nicht nur lecker, sondern Ebenfalls erschwinglich.
Für den Abend durften wir uns dann Bier mit auf das Zimmer nehmen und bekamen noch etwas Knabberkram gratis dazu.
Die äußeren Zimmerwände waren meterdick. Zum telefonieren mit dem Handy mußte man bis dicht ans Fenster gehen sonst hatte man keinen Empfang. Aber einen Fernseher gab es. Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Es überkam mich doch ein leicht mulmiges Gefühl, als wir das Licht löschten.
Was ist, wenn sich das Schlossgespenst ausgerechnet unser Zimmer zum
Spuken aussucht?
 


31.5.
Um Acht hat Gerd in der Werkstatt angerufen. Der Meister versprach, sich sofort um das Auto zu kümmern und sich zu melden, sowie er etwas genaues sagen könne.
Keine halbe Stunde später rief er zurück: „Die Zündspule ist defekt, das Teil ist vorrätig, der Wagen ist um 11 fertig.“

Also frühstückten wir im Turmzimmer des Hotels. Das Buffet war üppig. Anschließend räumten wir das Zimmer und fuhren mit der Taxe zur Werkstatt. Gegen halb zwölf konnten wir unsere Reise fortsetzen und erreichten unser Ziel gegen 18 Uhr.

1.6.
Es sollte Regen geben. Deshalb beschlossen wir nach
Prettau ins Ahrntal zu fahren.
Dort kann man ein altes
Kupferbergwerk besichtigen. Und im Berg ist das Wetter egal.
Schutzbekleidet fuhren mit der Grubenbahn 1.100 Meter in den Berg hinein.



Der Führer erklärte uns allerlei über den Kupferabbau und die Arbeitsbedingungen, unter denen die Menschen früher zu leiden hatten.



Wenn man sich so manche Bergbaukatastrophe von heute anschaut, haben die sich noch nicht überall zum Guten geändert.



Hinter jeder Ecke wurden Bergbauszenen mit sehr lebensechten Puppen dargestellt. Manchmal war man richtig erschrocken, weil man sie für echte Menschen hielt.

 

Nach der Besichtigung wanderten wir noch zur
Heiliggeistkapelle . Sie ist unter anderem wegen ihres durchschossenen Kreuzes berühmt.



2.6.
Wir wanderten vom Hof auf die Gönneralm. Drei Stunden nur bergauf, von 1100 auf rund 2000 Meter. Und obwohl wir völlig untrainiert waren, haben wir die Almhütte doch relativ leicht erreicht.



Weil heute Feiertag ist, hatten Rosi und Martin die Hütte geöffnet. Am Vormittag waren mehrere Gruppe angemeldet, aber ab drei Uhr war es wieder ruhig. Und wir kamen pünktlich an. Neben einem Begrüßungsschnaps gab es reichlich zu essen und zu trinken. Nach so einer langen Wanderung ganz angenehm.



Es kamen noch andere Hausgäste dazu und es wurde richtig urig. Thomas holte sein Akkordeon hervor und spielte sein ganzes Repertoire herunter.




Kurz bevor es dunkel wurde machten wir uns auf zum Abstieg und kamen rechtzeitig zurück in unsere Unterkunft.


3.6.
Und noch eine Wanderung:
Mit dem Auto fuhren wir nach Oberwielenbach. Von dort marschierten wir bis an das Ende vom Wielenbachtal, immer am rauschenden Bach entlang.



Das waren 450 Höhenmeter.



Die Lercher Alm wurde schon bewirtschaftet und so legten wir eine kurze Mittagspause ein. Bratkartoffeln mit Spiegelei auf „italienisch“. Schmeckten aber genauso gut wie bei uns.



4.6.
Das Wetter sollte heute besonders gut werden und so beschlossen wir noch einen Ausflug zu den
Drei Zinnen zu machen.

Nach einem unfreiwilligen Abstecher nach Cortina d´Ampezzo kamen wir nach zwei Stunden am Schlagbaum der Mautstraße an, die zu den drei Zinnen führt.
20 Euro wollten die Wegelagerer für das kurze Stück bis zum Parkplatz!
Nein Danke! Da sind wir lieber weiter zum Antholzer See gefahren. Diesmal konnten wir auch unbehelligt um den See wandern. Lawinen waren keine mehr in Sicht.



An der Südtirolarena haben wir uns dann kurz gestärkt. Vier Sorten Gnocci und leckeres Kellerbier. Dort waren die 20 Euro bedeutend besser angelegt.




Am Nachmittag kehrten wir zum Hof zurück. Packen war angesagt.

5.6.
Die Rückreise verlief ohne Pannen. D.h.: Das Auto wurde neuerdings besonders schnell warm und wenn der Motor im Leerlauf drehte, ging er auch schon mal aus
(Da mußte dann zu Hause die Motorsteuerung noch einmal eingestellt werden).






 
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