Gerd-und-Iris
  Kiel Oslo Kiel Januar 2011
 

24.1.11-26.1.11 Kiel-Oslo-Kiel


Wir sind unter die Kreuzfahrer gegangen
Inspiriert durch Gerds Schwester haben wir kurz entschlossen eine „Mini Kreuzfahrt“ von Kiel nach Oslo und zurück mit der „MS Color Magic“ gebucht.

Die MS Color Magic und das Schwesterschiff, die MS Color Fantasy sind die größten „Kreuzfahrtfähren“ der Welt.

24.1.2011
Wir sind am 24. 1.2011 zeitig von zu Hause aufgebrochen und kamen kurz nach 11.00 Uhr im „Förde-Parkhaus“ in der Kaistraße in Kiel an. Von dort brauchten wir  etwa 10 Minuten (zu Fuß über die Hörnbrücke) bis zum Abfahrtsgebäude der Color Lline.

„Unser“ Schiff wurde gerade entladen.



Im Ticketcenter bekamen unsere Bordkarten und durften um 13.15 Uhr an Bord.

Unser Kabine lag auf Deck 9 an Steuerbord (in Fahrtrichtung rechts) im vorderen Teil des Schiffs.

Über die Brücke gelangten wir in die Eingangshalle auf Deck 7. Vorbei an der Rezeption führten uns die Wegweiser zu den vorderen gläsernen Fahrstühlen.



Schnell waren wir auf Deck 9 und brachten unser „Gepäck“ in unsere **** Außenkabine mit Meerblick.


Wie in einem Luxushotel in Las Vegas:
Die Kabinen sind zwar etwas kleiner als Zimmer in einem Hotel, aber trotzdem ist alles vorhanden. Großes Kingsize Bett, 2 Sessel, Schreibtisch, Schrank, Fernseher, eine gut gefüllte Minibar, ein Bad mit Dusche und WC und ein riesiges Bullauge zum hinaus Schauen.



Um 14.00 Uhr legte das Schiff planmäßig ab und das Bordleben begann:

Wir erkundeten das Schiff.

Auf der Promenade, Deck 7



lud uns zunächst das „The Oriental Cafè zu einer leckeren Sahneschnitte und einem Milchkaffee ein. Mit 110 Kronen waren wir dabei.



Danach schlenderten wir weiter über die Promenade. Hier befinden sich neben der  Rezeption eine Wechselstube und ein Kiosk, in dem man rund um die Uhr Snacks, Souvenirs und andere Kleinigkeiten kaufen kann.
Seinen Durst löscht man dann im Monkey Pub.



Zum Shoppen laden auf der gegenüber liegenden Seite  eine Boutique und eine Parfumerie ein.

Ein italienisches Restaurant mit Pizzeria


und eine Tapas Bar



bringen südländisches  Flair auf die Promenade und in der Manhatten Bar kann man nachmittags lauschige Klaviermusik vernehmen und abends zu  Stimmungsmusik vom Piano lauthals mitsingen.


Achtern auf Deck 6, eine Treppe tiefer befindet sich das große „Oceanic á la Carte" Restaurant.

Hier nehmen morgens die Gäste aus den 4 Sterne Kabinen ihr Frühstück ein und mittags und abends kann man sich aus der Karte eine leckere Mahlzeit aussuchen.

Fast der ganze Heckbereich ist verglast und man hat hier eine super Aussicht auf das Meer.
 
Auf Deck 6 im hinteren Teil befindet sich noch der Taxfree Shop. Lohnend sind hier eigentlich nur ausgesuchte Süßigkeiten und Zigaretten. Die Preise für alkoholische Getränke sind eher dem norwegischen Preisniveau angepasst. Da deckt man seinen Bedarf dann doch besser zu Hause. Wir besorgten trotzdem einige Mitbringsel.

Im mittleren und vorderen Teil auf Deck 6 findet man das „Grand Buffet Restaurant“.


Hier werden das Frühstücks- und Abendbuffet serviert.


Und genau gegenüber vom Buffetrestaurant liegt das Casino.



Neben Roulette kann man an 3 Tischen Black Jack spielen. Aber das ist
gar nichts gegen die ca. 100 Einarmigen Banditen, davon etwa ein Drittel von den herkömmlichen mit den 3 Walzen und den riesigen Jackpots.



Auch das ist ein Hauch Las Vegas!


Wir sind dann mit einem der gläsernen Fahrstühle nach Deck 15 gefahren. Von der "Observation Lounge" hat man einen herrlichen Ausblick.



Die Plätze hier waren besonders bei der Abfahrt sehr begehrt. Am späten Nachmittag fanden wir schneller einen Platz. Sofort war auch das Servicepersonal zur Stelle und fragte nach unseren Wünschen.



Ein großes Bier und ein kleiner Cocktail schlugen mit 99 Kronen zu Buche.


Der Nightclub erstreckt sich über die Decks 14 und 15. Er ist ab 23.00 Uhr für Personen über 20 Jahren geöffnet.

Ein Fitness Center befindet sich auf Deck 13 und baden kann man im Schwimmbad auf Deck 12.
Bis zur "Burger Bar" im Heck auf Deck 13 haben wir es leider nicht geschafft.

Für das Abendessen sind wir in die "Tapas Bar" gegangen. Es wurde eine große Zahl von Tapas angeboten und wir bestellten uns jeweils eine Platte mit 6 Spezialitäten. Brot und Alioli wurden dazu gereicht. Zusammen mit einem Viertel Rotwein und einem kleinen Bier löhnten wir 392 Kronen.

In der Show Lounge vorne auf Deck 7 werden jeden Abend zwei Shows aufgeführt.
Als wir nach dem Essen dort ankamen hatte die Vorstellung (eine französische Cabaret Show) bereits begonnen und alle Plätze waren besetzt.

So gingen wir ins Casino und mit etwas Glück konnten wir mit einem Einsatz von 50 Kronen fast zwei Stunden spielen.

Zurück in der Kabine zappten wir noch ein wenig durch die Fernsehprogramme (3 deutsche) und dann war der erste Seetag zu Ende.

25.1.2011
Morgens um Acht klingelte der Wecker. Das Frühstück wird von 7.00 - 9.45 Uhr serviert.
Wir mußten einen Augenblick warten, bevor uns ein Tisch zugewiesen wurde.
Aber dann:
Der Kaffee stand auf dem Tisch und die kalten Platten waren zum entern bereit.
Das Angebot entsprach normalem Frühstücksbuffetstandard.
Einzig : Rührei und Spiegeleier waren kalt und der Bacon aus der Packung in einem Stück gebraten.
Aber wir sind satt vom Tisch aufgestanden und das Abenteuer Oslo konnte beginnen.

Punkt 10.00 machte die Fähre am Color Line Anleger in Oslo fest.
Vor der Gangway herrschte Gedränge. Die Norweger wollten wohl schnell nach Hause und die Tagestouristen die Kostbare Zeit für den Landgang (3 Stunden) optimal nutzen.

Wir ließen es etwas ruhiger angehen und sind kurz vor elf aufgebrochen.
Schnell noch ein paar Fotos vom Schiff gemacht

 

und dann ging es zu Fuß über den Ring 1 Richtung „Sentrum“. Wir fanden nach kurzer Zeit das Schloß,


sind an der Universität



und dem Hard Rock Café vorbei marschiert.

Im Grand Hotel werden wir, wenn wir mal zu Geld gekommen sind, bei einer der nächsten Oslo Reisen für einige Tage absteigen.



In Oslo fahren Straßenbahnen. Da muß man echt aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt.



Dann sind wir in Richtung Festung gegangen.



Am Hafen konnten wir dann die Hafencity Oslos betrachten.



Hier kann man auch im Winter draussen sitzen!



Große Unterschiede zu dem Quartier, das in Hamburg entsteht, konnten wir allerdings nicht entdecken (Haben wohl die gleichen Architekten).


Pünktlich um 13.00 Uhr waren wir wieder auf dem Schiff. Sofort sicherten wir uns in der "Observation Lounge" einen Platz. Man, ist das ein Ausblick!


Im Hintergrund ist der Holmenkollen zu sehen, wo die diesjährige Ski-WM stattfindet.

Die fünfstöckigen Häuser gegenüber des Anlegers waren winzig klein.


Der Kellner brachte uns neben Erfrischungsgetränken leckere Lachsbrote mit Rührei und Spargel, alles zusammen für 241,50 Kronen.

Planmäßig um 14.00 Uhr verließ das Schiff den Hafen.
Wir blieben noch eine Weile in der Lounge und genossen die Landschaft rund um den Oslo Fjord.



Den Nachmittag verbrachten wir in unserer Kabine und ruhten uns von dem bisherigen „Stress“ aus.

Im Fernsehen lief eine Sendung über ein Kreuzfahrtschiff " Lust auf Meer". Das mußten wir natürlich gucken.

Das Abendessen wollten wir in der Pizzeria einnehmen. Da zur gleichen Zeit im Buffetrestaurant die große Schlacht stattfand, hatten wir keine Probleme ein Tisch zu bekommen. Es war ganz leer.

Die Pizzen waren groß gut belegt und haben sehr gut geschmeckt. Zusammen mit Gerd´s Bier und meinem Glas Wein machte das 347 Kronen aus.

Im Café gönnten wir uns noch einen Kaffee (40 Kronen) und dann schauten wir kurz in der Show Lounge vorbei. Wie gestern hatte die Vorstellung (diesmal eine geografisch-musikalische Reise durch die USA) schon angefangen. Wir schauten einige Minuten zu. Die Darbietung entsprach aber nicht so ganz unserem Geschmack.
Wir wollten um 23:00 in den Night Club. Bis dahin hatten wir aber noch Zeit.
So kehrten wir in unsere Kabine zurück. Im Fernsehen lief Das Pokalspiel Schalke gegen Nürnberg...

Die Fußballer waren um 23.00 Uhr mit ihrer Arbeit fertig. Das paßte, denn nun hatte der Night Club geöffnet. Im unteren Deck befindet sich eine Bar und die Tanzfläche und lauschige Sitzeckchen.



Über gläserne Treppen gelangt man in den oberen Bereich wo neben einer Bar weitere Sitzecken zum verweilen einladen.



Wir bestellten uns zur Feier des Tages noch zwei Caipi (168 Kronen) und lauschten der Disco-Musik, mit der der verzweifelte DJ die Leute auf die Tanzfläche holen wollte. Aber die Tanzfläche blieb leer und alleine wollten wir uns auch nicht zum Affen machen.

Zum Abschluß des Tages ging es dann noch einmal ins Casino, um die letzten Kronen zu versenken. Leider hat die Fähre nicht geschaukelt, den Automaten ist nicht schlecht geworden und sie haben nicht gespuckt. Dafür hatten wir eine ganze Menge Spaß!

 

Der Wecker klingelte wieder um 8:00.

Nach dem Frühstücksbuffet hatten wir noch genug Zeit um unsere wenigen Sachen zu packen.

Punkt 10 Uhr legte das Schiff in Kiel wieder an.

Wir gingen wieder zu Fuß zum Förde-Parkhaus. Für die zwei Tage parken haben wir 22 Euro bezahlt. Dafür stand unser Auto warm und trocken zur Heimfahrt bereit.
Mittags waren wir wieder zu Hause.


Fazit: Der Kurztripp mit dem Schiff war klasse, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich sehr schnell seekrank werde. Vorsorglich hatte ich mir Reisetabletten besorgt. Die anfängliche Nervosität nach dem Auslaufen aus der Kieler Förde hat sich sehr schnell gelegt. Die See war ruhig und das Schiff dementsprechend auch.
Jeweils in der Höhe des Skageraks war die See etwas rauher und ab und zu merkte man ein leichtes schaukeln. Aber auch das hat mir nichts ausgemacht. Ich brauchte nicht eine einzige Tablette.

Nachteil: Das war der teuerste Kurztripp, den wir jemals unternommen haben!
Wenn die Reise länger gewesen wäre, hätte sie mit erheblich mehr Kilos auf den Hüften geendet!













 
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