Gerd-und-Iris
  Polarkreis Mai Juni 2016
 



Jetzt hat es uns doch gepackt, das Kreuzfahrtfieber!

Eigentlich wollten wir mit unserem Wohnwagen los, aber dann entdeckten wir dieses Angebot:

„Highlights am Polarkreis“ mit der AIDAluna vom 23.5.-9.6.16.




Das passte vom Termin her genau in unseren Urlaub.

Da konnten wir einfach nicht widerstehen. Nur vier Wochen vor der Abfahrt haben wir gebucht.

23.5.2016

Heute heißt es endlich „Leinen los“!

Zunächst ging es jedoch mit dem PKW nach Kiel. Das erleichterte beim Kofferpacken die Kleiderauswahl, weil wir kein Gewichtslimit hatten und das Gepäck auf dem Parkplatz in Kiel vom Auto direkt in den AIDA-Bus umladen konnten.




Haben wir alles?

Laut Planung sollten die Koffer dann nachmittags vor unserer Kabine stehen…

Das Einchecken verlief reibungslos.

Ab 13.00 durften wir an Bord und gegen 15.00Uhr sollte unsere Kabine bezugsfertig sein.

Wir haben uns zunächst ein wenig auf dem Schiff umgesehen und uns schnell zu Recht gefunden, da die AIDAluna fast baugleich mit der AIDAsol ist. Und mit der haben wir ja schon eine tolle Reise erlebt.



Weil wir erst um 20.00 Uhr zu Abend essen wollten haben wir uns nur einen kleinen Mittags-Snack gegönnt.

Gegen 15.00 Uhr durften wir unsere Meerblickkabine 4110 auf Deck 4 betreten. Zwei unserer vier Koffer standen auch schon im Flur.








Schrankraum war sehr großzügig vorhanden. Ich habe alle meine Sachen hinter zwei von vier Schranktüren verstauen können. Nein, die Türen führten nicht nach draußen…

Wir schauten immer mal auf den Flur, aber erst gegen fünf stand der dritte Koffer vor der Tür.

Die letzte Reisetasche bekamen wir erst nach der Seenotrettungsübung kurz vor dem Auslaufen.

Alles gut! Jetzt können wir uns häuslich einrichten, wir haben immerhin 17 Reisetage vor uns.

Fast pünktlich um 18.00 Uhr ertönte das Schiffshorn dreimal und der Kapitän gab das Kommando „Leinen los“!




Das Schiff legte ab und wir stachen in Richtung Kirkwall, Orkney Inseln in See.

24.5.2016

1. Seetag

Eine ruhige Nacht auf See lag hinter und ein „bewegter“ Tag vor uns.

In seiner morgendlichen Begrüßung machte uns der Kapitän Hoffnung auf Windstärke 8, bis zu sechs Meter hohen Wellen und merkbare Rollbewegungen des Schiffes.

Also gab es vorsorglich eine Reisetablette und die Schaukelei konnte losgehen.

An Bord war für Kurzweil gesorgt. Das „AIDA-Heute“ Programmmheftchen hatte jede Menge Vorschläge wie wir den Tag verbringen könnten. Es gab Workshops, Vorträge, Sportangebote, die üblichen Tanzkurse, eigentlich war für jeden etwas dabei.

Und dann muss man ja auch an das leibliche Wohlbefinden denken. Aber auch dafür war vorgesorgt:

An Bord gibt es drei Buffetrestaurants, eine Pizzeria, ein Steakhaus, ein Sushi- und ein Gourmet-Restaurant. Frühstück von 7 bis 11, Mittag von 12 bis 14 Uhr, im Anschluss Kaffee und Kuchen zwischen 15 und 17 Uhr und ab 18 Uhr bis 21.30 Uhr das Abendessen.

Wer da nicht satt zu Bett ging, hatte etwas falsch gemacht…

Obwohl das Schiff sehr groß ist und Stabilisatoren hat, schaukelte es doch ganz heftig, aber mit Reisetabletten war es überhaupt kein Problem.




Unsere Kabine war vorne am Bug, daher schossen die Wellen immer an unserem Fenster vorbei.

 

25.5.2016

Kirkwall

Vor dem Landgang mussten alle Passagiere durch die Passkontrolle. Wir hatten keinen Ausflug gebucht, sondern wollten den Ort auf eigene Faust erkunden.

Am Hafen warteten Shuttle-Busse für den kostenlosen Transfer in das Ortszentrum. Das ersparte einen Fußmarsch von etwa 2,5 KM.


Durch die kleine Fußgängerzone ging es zur St.-Magnus-Kathedrale und den Ruinen des Bishops- und des Earls Palace.








Patrick Stewart, 2. Earl of Orkney, ließ zwischen 1601 und 1607 einen zweiten Earls’s Palace neben dem Bishop’s Palace in Kirkwall errichten. Den Palast konnte er aber nicht lange bewohnen, 1615 wurde er geköpft. Danach wurde das Gebäude nicht mehr genutzt.





Nach kurzem Fotoshooting machten wir uns dann auf den Weg in die Holmes Street zur Highland Park Distillery. Einer der besten Whiskey-Brennereien der Welt (lt. Prospekt), auf alle Fälle wohl die Nördlichste.





Der Tasting Room war leider geschlossen




The new kiln
(
Die Gerste wird auf dem Boden einer Darre (kiln) ausgebreitet und mit dem Rauch und der Hitze eines Feuers unterhalb der Darre getrocknet.



Leider kamen wir ein paar Minuten zu spät. Die etwa einstündige Führung hatte gerade begonnen und die für die folgende hätte unsere Zeit nicht gereicht. So haben wir uns individuell umgesehen und eine kleine Probierflasche für den heutigen Abend mitgenommen.







Ein Osterhasenlamm?

Pünktlich um 15.30 waren wir zurück an Bord und um 16.00 Uhr verließ das Schiff den Hafen in Richtung Island.



26.5.2016

2. Seetag

Die See sollte ruhig bleiben. An Bord gab es wieder allerlei Beschäftigung. Wir haben unsere Laufschuhe angezogen und einige der zugeführten Kalorien mittels Powerwalking oben auf Deck 12 wieder abgelaufen. Daneben nahmen wir die angebotenen Tanzkurse mit. Nicole, unsere Trainerin machte das sehr gut. Und Dank der letzten Kreuzfahrt haben wir ja noch einiges drauf.   

27.5.2015

Reykjavik


Nieseliges Wetter begrüßte uns. Der Anleger liegt 4,5 Km außerhalb der Stadt. Es standen zwar Shuttlebusse und Taxen am Kai, aber 20 Euro pro Person im Taxi oder 15 Euro im Bus waren uns zu viel und wir taten etwas für unsere schlanke Linie.

Nach etwa 45 Minuten Fußmarsch gelangten wir ins Stadtzentrum.





Alles schön bunt.



Wir schlenderten durch die Einkaufspassage, besichtigten die
Hallgrimskirkja und das Operngebäude, die Harpa.




Die Hallgrimskirkja ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche und das größte Kirchengebäude Islands.
Der Bau der Kirche begann 1945. Die Krypta, die sich unter dem Chor befindet, konnte 1948 geweiht werden. Der Kirchturm wurde 1974 fertiggestellt.
Erst 1986 wurde das
Kirchenschiff vollendet.





Die Harpa ist das 2011 eröffnete Opern- und Konzerthaus in der Hauptstadt Reykjavík

Begleitet wurde unser Spaziergang durch mehr oder weniger grobkörnigen Nebel, teilweise auch gefroren (Hagel).

Wir sind dann auch wieder zum Schiff zurück gelaufen, weil wir Geld für das Busticket lieber später im Einarmigen Banditen versenken wollten.



Die Solfar Skulptur (Sun Voyager) von Jón Gunnar Árnason (im Hintergrund der Hafen mit der AIDA)


Vor dem Abendessen fand dann wieder ein Tanzkurs statt…

… und um 20.00 Uhr verließ die AIDAluna den Liegeplatz in Richtung Isafjördur.

 

28.5.2016

Isafjördur

Um 10 Uhr machte das Schiff am Kai fest. Wir hatten nichts Besonderes geplant und so haben wir ausgeschlafen. Frühstück gab es bis um 11 Uhr und weil viele Mitreisende bereits auf Ausflug waren, haben wir ganz in Ruhe frühstücken können.

Gut erholt erkundeten wir anschließend den kleinen Ort.











In der kleinen Hütte hing der Stockfisch zum trocknen.














Es war morgens sehr windig, aber der Kapitän versprach uns zum Nachmittag besseres Wetter.

Da hatte er sich leider geirrt. Der Wind flaute zunächst nicht ab. Und weil es am Liegeplatz sehr eng war, der Kapitän bezeichnete es als Mausefalle, mussten wir fast zwei Stunden warten, bis der Wind sich abschwächte und das Schiff sicher den Hafen verlassen konnte.



Los geht´s


 Da kommt das Lotsenboot


29.5.2016

Akureyri

Für uns das erste große Highlight dieser Reise.

Hier hatten wir einen Ausflug gebucht. Eine Busrundfahrt zum Godafoss-Wasserfall, Myvatn-See, Pseudokrater, brodelnde Schlammpfuhlen und dem Lava Irrgarten Dimmuborgir. Und einer kurzen Einkehr zwecks Erfrischung.

Bei traumhaftem Wetter, blauem Himmel und schon angenehmen 15 Grad machten sich fast 500 Mitreisende in 10 Bussen mit uns auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Na, das konnte ja was werden…

Aber zu unserem Erstaunen, und nicht so wie auf Teneriffa, steuerten immer nur zwei Busse gleichzeitig dasselbe Ziel an. So waren zwar auch noch eine Menge Menschen unterwegs, aber die Lage war überschaubar.



Der Godafoss
Der Sage nach soll der
Gode borgeir um das Jahr 1000 n. Chr. nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen haben. Daher der Name  Götterwasserfall. (wikipedia)

 

Weiter ging es zum Myvatn-See – dem Mückensee. Dort wurden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen, bevor wir einen kleinen Rundgang durch das Gelände machten.



Eine beeindruckende Landschaft bei schönstem Wetter, und Mücken gab es auch noch nicht.


Die nächste Station war die Heimat der Weihnachtstrolle, der Lava Irrgarten Dimmuborgir.



Mit viel Phantasie hat man auch überall Figuren und Gesichter gesehen.











Zum Abschluss besuchten wir noch die Schlammlöcher. Die Schwefeltümpel brodelten und stießen übel riechende Dampfschwaden in die Luft.









An mehreren Stellen wurden in diesem Gebiet auch Probebohrungen für Thermo-Kraftwerke angelegt, da aber bereits nach wenigen Metern heißer Dampf austrat wurden die Bohrlöcher notdürftig mit Steinen verschlossen.


Für die Kraftwerke werden Bohrungen in bis zu 2000 Metern Tiefe ausgebracht. Der heiße Dampf steigt dann mit bis zu 20 bar an die Oberfläche und das reicht für den Betrieb von Turbinen zur Stromerzeugung.

Pünktlich zum Ende der Liegezeit erreichten wir wieder die AIDAluna.



Wenn wir mal wieder hier sind, werden wir uns den hübschen Ort anschauen.


Um 17 Uhr verließen wir Akureyri in Richtung Spitzbergen.

30.5.16

3. Seetag

Auf dem Weg nach Spitzbergen kamen wir nachmittags an der Vulkaninsel Jan Mayen vorbei. Unser Lektor, der während der gesamten Reise interessante Vorträge zu Land und Leuten und den Ausflugszielen parat hatte, berichtete, daß auf der Insel nur an drei Tagen im Jahr die Sonnen scheint. Wir waren leider an einem der übrigen Tage unterwegs, aber für ein paar Fotos hat das Wetter gereicht.








31.5.16

4. Seetag

Von Island bis Spitzbergen ist es doch ziemlich weit.

So haben wir einen weiteren entspannten Tag auf See verbracht.

1.6.2016

Longyearbyen

Gerd wachte morgens mit Bauchschmerzen und leichtem Fieber auf. Der Schiffsarzt verabreichte ihm zunächst nur Reisetabletten. War wohl nicht wichtig genug, er hatte ja keinen Durchfall.

Aber er fühlte sich nicht. Und so machte ich den Landausflug in Begleitung eines netten Ehepaares.

Wir haben Gudrun und Ralf abends beim Essen kennengelernt. Sie sind erfahrene AIDA-Vielfahrer und machten gerade ihre zwanzigste Reise, auch auf Spitzbergen waren sie schon. Die Chemie stimmte, wie man so schön sagt, deshalb haben wir uns öfter mal auf einen "Klönschnack" beim Essen, oder in der Bar getroffen.

Den ursprünglichen Plan, zum Gletscher zu wandern, mussten wir leider verwerfen. Rund um den Ort herrschte starkes Schneetreiben und es bestand die Gefahr sich zu verirren. Außerdem wurde  gestern in der Nähe der Siedlung ein Eisbär gesichtet. Gerüchten zu Folge soll er einen Husky gerissen haben.

Wir gingen deshalb auf Nummer sicher und blieben in der Nähe des Schiffes.

Gerd erzählte mir, dass er einen Eisberg gesehen hat. Ich dachte schon, er fantasiert, aber Gudrun hat ein Foto von dem "Eisberg" gemacht.







Julenissen, Briefkasten für den Weihnachtsmann,  der größte Briefkasten der Welt.







Dort oben zwischen den Bergen befindet sich der Gletscher.





Mitten im Ort lagen zwei Rentiere auf der Wiese.


 

Die Kirche Svalbards ist die nördlichste Kirche der Welt




Diese Kirche wollten wir uns auch von innen anschauen.



Man darf sie aber nicht mit Straßenschuhen betreten. (Also sollte man saubere und heile Socken haben )



Oh, ein Eisbär, aber zum Glück nicht mehr gefährlich.









Die Kirche ist so schön! Ganz ohne Prunk.




Sie ist so alt wie ich.

Nach dem Kirchenbesuch gingen wir noch zu dem alten, stillgelegten Kohlebergwerk.













Das vor Eisbären warnende Verkehrsschild kommt weltweit ausschließlich in Longyearbyen vor.



Dieses Warnschild mit dem Eisbären haben wir überall gesucht und es ganz nah am Schiff gefunden. :-)



Longyearbyen     Wikipedia


Um 16.00 Uhr legte das Schiff wieder ab in Richtung Nordkap/Honningsvag.












Heute war das Meer ganz ruhig. Dieses schöne Foto hat Ralf geschossen.

Am Nachmittag ging es  Gerd nicht besser. Zwar waren die Krämpfe weg, aber das Fieber war gestiegen. Ein zweiter Besuch beim Schiffsarzt war die Folge. Diesmal gab es Paracetamol und Handdesinfektionsmittel. Die wichtigste Frage war immer die nach Durchfall. Damit konnte er aber zum Glück nicht dienen. Gerd war nicht der einzige Passagier, dem es nicht gut ging.

Appetit hatte er auch keinen und so musste ich alleine zum Essen gehen. Ich hatte aber die ärztliche Erlaubnis, den Patienten mit Essen zu versorgen und hab ihm Brötchen und Brot mitgebracht.

 

2.6.2016

Ein ruhiger Seetag, denn wir sollten Honningsvag erst um 23.00 Uhr erreichen.

Das Fieber war dank Paracetamol weg.

Das Frühstück schmeckte wieder.

Eigentlich schien wieder alles in Ordnung. Nur der Ruhepuls war ungewöhnlich hoch. Aber nochmal zu den Schiffsärzten? Eher nicht.

So verbrachten wir einen ruhigen Tag an Bord.

Naja, nicht so ganz. Wer den Polarkreis überquert, muss sich der Polartaufe unterziehen. Und das findet heute auf der AIDAluna statt. Zu Beginn der Veranstaltung warteten wir auf dem Pooldeck. Zufällig standen wir genau dort, wo man sich für die Taufe anstellen sollte. Ich war gleich die Zweite in der Schlange und Gerd hinter mir.
Die Polartaufe wurde vom Meeresgott Neptun und seinem Gefolge abgehalten. Zunächst mussten die Täuflinge verschiedene, von Neptun aufgegebene Speisen wie z.B. versalzene Algen und einen undefinierbaren Glibberpudding verzehren, um dann ihren Taufnamen und eine entsprechende Urkunde zu erhalten.








Es war den ganzen Tag bewölkt und diesig, nur rechtzeitig zur Polartaufe kam die Sonne kurz durch und es klarte erst wieder auf, als das Nordkap in Sichtweite kam.


Das Schiff legte pünktlich um 23.00 Uhr im Hafen von Honningsvag an.







Hier trafen wir auch zum ersten Mal ein weiteres Kreuzfahrtschiff. Die „Amadea“ von Phönix war aber gerade dabei den Hafen Richtung Tromsö zu verlassen.


Unser Ausflug zum Nordkap sollte um 23.15 Uhr beginnen.

Treffpunkt war auf Deck 10 in der AIDA-Bar.

Was folgte war das totale Chaos. Und das lag ausschließlich an den Teilnehmern, die sich schlimmer wie kleine Kinder benahmen. Hauptsache ICH. Wenn 500 Menschen mit 8 Bussen durch die Gegend gefahren werden sollen, können nicht alle in der ersten Reihe sitzen. Jeder wollte der erste sein. Ja keinen Schritt zu weit vom Ausgang stehen, schlimm…

Irgendwann saßen wir dann doch im Bus und die 45 minütige Fahrt zum Nordkap konnte beginnen.

Einfach nur toll. Die Wolken hatten sich im richtigen Moment verzogen und die Mitternachtssonne leuchtete uns den Weg durch eine sehr beeindruckende Landschaft. Rentiere ruhten entlang der Strecke im Gras.




Am Nordkap war es stürmisch und sehr kalt. Gerd bekam Schüttelfrost und hat sich gleich wieder in die Halle zurückgezogen. Also kämpfte ich mich alleine nach vorne durch zum Fotografieren.




Wir fuhren dann mit einem der letzten Busse zum Schiff zurück. Vorher war auch hier ein riesen Gedränge. Alle wollten nun gleichzeitig zurück. Rücksichtnahme? Fehlanzeige!

Naja. War ja nur ein kleines Schiff mit 2000 Passagieren. Was da wohl abgeht wenn drei- oder viertausend Menschen vor einem Bus stehen…

Auf dem Rückweg fing es leicht an zu regnen. Die letzte Gruppe die ankam, hatte nicht solch ein Glück mit dem Wetter.



Um 2:30 waren wir wieder am Schiff.

3.6.16

Hammerfest


Um 5 Uhr morgens legten wir wieder ab und die Reise ging weiter nach Hammerfest.

Die Station haben wir ausgelassen. Zum einen waren wir zu müde und außerdem hat es geregnet.

Die Auszeit hat Gerd gut getan.

4.6.16

Tromsö

Morgens um 7 wurden wir durch die Bugstrahlruder geweckt.

Wir machten im Hafen von Tromsö fest. Allerdings nicht im Zentrum wie die Amadea,



die passt unter der Tromsöbrua hindurch, sondern etwas außerhalb.
Um Kraft zu sparen gönnten wir uns ein Tagesticket für den Shuttle-Bus (je 10 Euro).

Vom Zentrum schlenderten wir dann am Hafen entlang, überquerten die Tromsöbrua, besichtigten die Eismeerkathedrale und kehrten nach einem Stadtrundgang mit dem Shuttlebus zu Schiff zurück.







Die Eismeerkathedrale (norw. Ishavskatedralen, eigentlich Tromsdalen kirke) ist eine evangelisch-lutherischeKirche und Wahrzeichen der Stadt Tromsø, Pfarr- und Seemannskirche. Eine echte Kathedrale, d. h. Bischofskirche, ist sie nicht. Sie wurde 1965 auf der Festlandseite der Stadt auf einem kleinen Hügel am Ortsrand erbaut. Architekt war Jan Inge Hovig. Die Dachschrägen reichen bis an den Boden und bilden so im Norden und Süden des Gebäudes zugleich die Außenwand. Sie wurden aus mit Aluminium verkleidetem Beton errichtet und wirken wie aufgeschichtete stilisierte Eisplatten. Die Chorseite der Kirche wird von einem 140 m² großen Buntglasfenster abgeschlossen. Es wurde 1972 von Victor Sparre in Dallglas-Technik geschaffen und trägt den Titel „Die Wiederkehr Jesu“. Es ist eines der größten Glasgemälde Europas. Die Westfront der Kirche besteht aus durchsichtigem, farblosem Glas. Hier befinden sich auch die Eingangstüren. Vor dieser von außen dunkel erscheinenden Glasfassade dominiert ein monumentales weißes Kreuz, das von Weitem zu sehen ist. Der Innenraum der Kirche soll das Polarlicht, Eis und lange Dunkelheit wiedergeben.  Quelle: Wikipedia










Mittlerweile hatte auch die MSC Splendida? neben der AIDAluna festgemacht. Und 3000 weitere Touristen stürmten die Stadt.


Zum Glück waren wir rechtzeitig wieder auf dem Rückweg.

Und weiter ging es Richtung Leknes/Lofoten.

5.6.16

Gravdal / Leknes

Heute passierte etwas Besonderes: Wir wurden vom Lärm, den das Herablassen des Ankers verursachte, geweckt. Wir lagen auf Reede. Das hieß Tendern. Und da wir einen Ausflug gebucht hatten waren wir mit die ersten, die das Schiff verlassen durften. In so ein kleines Boot passen fast 100 Leute. Eine Busladung halt.

Während der Bustour machten wir Station in Å, bei der Flakstad Kirche, im Sundmuseum und im Fischerdorf Nusfjord.  Dort waren wir zu Gast bei einem Skandinavisches Buffet mit vielen landestypischen Leckereien

Naja und unterwegs gab es wieder jede Menge Fotomotive...

Die folgenden 6 Fotos habe ich aus dem fahrenden Bus fotografiert, dafür finde ich sie doch einigermaßen gelungen.





Stockfisch











Das Museumsdorf mit dem kurzen Namen
Å











Bei dem Ort Reine hielt der Busfahrer für ein kurzes Fotoshooting. Unsere Reiseleiterin bezeichnete den Ort als "die Perle" der Lofoten. Mit blauem Himmel würden die Fotos bestimmt schöner aussehen.





Unser Bus war nagelneu, wir waren die erste Reisegruppe, die mit ihm fahren durfte.






Das Fischereimuseum Sund vermittelt ein Bild von Kultur und Alltagsleben an der Küste der Lofoten.











Im kleinen Fischerdorf Sund auf der Lofoteninsel Flakstadøya gibt es eine Schmiede, in der seit über 50 Jahren Kormorane hergestellt werden. Dem Schmied kann man bei der Arbeit zuschauen.







Flakstads Kreuzkirche erbaut 1780









Nusfjord















Der Anleger in Gravdal mit Tenderboot



Mit dem Tenderboot geht es zurück zum Schiff



Es geht weiter



Jetzt haben wir doch noch einen Wal gesehen



Der Berg Mosken in der Mitternachtssonne

6.6.16

Der 5.Seetag auf dem Weg nach Bergen.

7.6.16

Bergen

Ich war enttäuscht! Uns wurde für Bergen Sonne, blauer Himmel und sommerliche 20 Grad versprochen.

Als wir morgens aus dem Fenster schauten, sahen wir Wolken, im Nebel versteckte Berge und es waren höchstens 15 Grad. Gestern sollten noch 28 Grad gewesen sein. Das war gemein!

Wir haben unsere Pläne, mit der Floyenbahn auf den Berg zu fahren verworfen, und haben stattdessen mit Gudrun und Ralf einen Stadtspaziergang unternommen. Dort wimmelte es nur so von Touristen. Zeitgleich mit uns hat die Costa Favulosa in Bergen festgemacht. Und so waren auch viele Italiener und Japaner unterwegs.

Zuerst schlenderten wir über den Markt am Hafen. Er lud zum Schlemmen ein, aber wir waren satt vom Frühstücksbuffet.







Wir gingen weiter die Straße Strandgaten entlang. Dort hatte Gudrun vom Schiff aus, genau gegenüber vom Anleger, schmucke, weiße Holzhäuser gesehen.







Wir fanden die kürzeste Straße in Bergen. Die Bekketomten hat nur eine Länge von 14,82 Metern



Dann gingen wir wieder zurück in den Stadteil  Bryggen  und schauten uns dort noch ein wenig um.


















Im Julehuset, dem Weihnachtshaus.











Über die Festung gingen wir zurück zum Schiff. Das war nicht weit.





Tschüss Bergen, vielleicht haben wir ja beim nächsten Mal mehr Glück mit dem Wetter.

Am Abend gab es dann die große AIDA Geburtstagsfeier zum zwanzig-jährigen Jubiläum. Viele Veranstaltungen, Vorführungen und natürlich das große Geburtstagsbuffet. So könnte das Essen immer sein!



8.6.16

Der sechste und letzte Seetag.



Die AIDAvita kreuzte unseren Weg.


Zurück nach Kiel.
Eine tolle Reise nähert sich dem Ende.
Wir haben uns nochmal ein wenig auf Deck 5 in die Sonne gelegt, danach die Koffer gepackt,
und uns abends das letzte Mal im Weite Welt Restaurant beim Abschiedsbuffet verwöhnen lassen.

9.6.16

Kiel hat uns wieder.
Unsere Koffer waren schon an Land und der Shuttlebus brachte uns bald zum Parkplatz zu unserem Auto.
Um 12.30 Uhr waren wir wieder zu Hause.



Gudrun und Ralf haben mir netterweise Fotos von ihrer Whale watching Tour in den Westfjorden von Island überlassen.













 

 
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