Gerd-und-Iris
  Marbella Januar 2014
 


Marbella 2.1. bis 12.1.2014

 

2.1.2014

Pünktlich um 8.15 Uhr stand das Taxi vor der Tür und der Fahrer brachte uns innerhalb von 20 Minuten zum Flughafen.

Der Flug mit Air-Berlin sollte um 11.00 Uhr starten und wir wurden gebeten 2 Stunden vor Abflug ein zu checken. Die Formalitäten waren schnell erledigt und so saßen wir kurz nach neun in der Abfluglounge.

Ein ruhiger Flug nach Palma de Mallorca, ein kurzer Zwischenaufenthalt im Flughafengebäude und der Anschlussflug nach Malaga folgten.

Alles klappte, auch beim Autovermieter Niza Cars stand unser Opel Corsa bereit und wir erreichten unser Ziel, das Hotel  Vime La Reserva de Marbella  kurz nach 18.00. Und es war noch hell!

So begann unser Abenteuer ganz nach Plan.

Unser „Zimmer“ besteht aus einem Reihenhaus: Unten befinden sich das Wohnzimmer mit Kochecke und WC und oben das Schlafzimmer und das Bad. Dazu haben wir eine Außen- und eine Dachterrasse.










Wir konnten sogar das Meer sehen



Unser kleiner Corsa

Übrigens haben wir in diesem Hotel 2007 unsere Andalusien Rundreise begonnen. Leider hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt und deshalb wollten wir auch unbedingt noch einmal wiederkommen.

Das Abendessen haben wir im Hotelrestaurant eingenommen.

3.1.2014

Frühstücksbuffet!

Nicht zu vergleichen mit dem Buffet auf den Colorline Schiffen. Aber man wird satt.

Wir wanderten heute an den Strand von Cabopino. Die vierspurige Autovia überquerten wir über die Fussgängerbrücke und gingen in Richtung Strand. Unterwegs sahen wir ein kleines Restaurantmit dem Namen El Cortijo. Zwei Hunde liefen dort herum und kamen schnuppernd auf uns zu. Deutsche Kommandos riefen sie zurück. Da werden wir mal einkehren und schauen, was es dort zu essen gibt.

Wir brauchten etwa eine halbe Stunde bis zum Strand. Er ist wohl heute Morgen abgeharkt worden. Alles war sauber und ordentlich. Wir schlenderten am Wasser entlang zum Hafen von Cabopino und kehrten dann zum Hotel zurück.

Am Nachmittag fuhren wir nach Marbella ins Einkaufszentrum „La Canada“. Der riesige Parkplatz war fast voll. Es herrschte ein Betrieb wie in der Hamburger City kurz vor Weihnachten. Es war ein langes Wochenende, am 6.1. ist hier ein Feiertag.

Der Komplex ist gigantisch. Es gibt viele Geschäfte (auch viele bekannte heimische Namen) und einen riesigen Supermarkt.  Alles war noch weihnachtlich geschmückt.

In einem kleinen Cafe machten wir Pause und gönnten uns einen Cafe Americano und Muffins. Nebenan befinden sich in einer Spielhalle „Pennyschieber“. Wir hatten kein Kleingeld mit, aber wir kommen noch einmal wieder. 

Ärgerlich war nur, dass uns ein „netter“ Mitbürger mit einem Schlüssel das Auto zerkratzt hat. Anscheinend gibt es hier auch „Autonome“, denen fremdes Eigentum egal ist. Zum Glück ist das Auto Vollkasko versichert.

Abends sind wir dann ins Restaurant El Cortijo gegangen. Zur Überraschung gab es nur typisch deutsche Kost. Aber die war lecker. Wir haben uns ein Schweinesteak mit Schinken, Champignons und Zwiebeln und Käse überbacken entschieden.

Die Frage nach einem Licor de Hierbas ( Kräuterlikör ) wurde mit der Gegenfrage des einheimischen Kellners „Jägermeister“? beantwortet. Wir mussten lachen und antworteten auf spanisch „den haben wir zuhause“ der Kellner musste auch lachen. Wir bekamen dann aber die spanische Spezialität.

4.1.2014

Samstags ist Markt in Nueva Andalusia.

Wir haben den Markt sofort gefunden. Nur war der vorher bei Google-Maps ausgeguckte Parkplatz ebenfalls mit Ständen vollgestellt. So fuhren wir ein bisschen im Kreis bis wir einen Parkplatz fanden.

Wir schlenderten über den Markt. Das Angebot lud nicht unbedingt zum Kaufen ein. Interessanter waren die Besucher. So manche Dame hat wohl eine ganze Weile gebraucht, um sich so zu recht zu machen, dass sie nicht auffällt…

Den Nachmittag haben wir auf der Dachterrasse verbracht. Herrlich diese Sonne. Die brennt ganz schön!

5.1.2014

In der Nähe von Benaojan etwa 20 Km von Ronda entfernt befindet sich die Cueva de La Pileta. Als wir die Höhle 2007 auf unserer Rundreise besichtigen wollten, hatten wir das Pech, dass nicht genügend  Besucher die gleiche Idee hatten. Man kommt nur in die Höhle, wenn sich genügend Interessierte versammelt haben.

Die Überlegung war, dass bei den vielen Touristen, die die Feiertage hier verbringen, heute am Sonntag die Gelegenheit günstig sein könnte.

Wir machten uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Höhle. Über die kurvenreiche Strecke brauchten wir dann doch mehr Zeit, als wir dachten und wir kamen erst um kurz nach eins an. Mittagspause.

Wir fuhren weiter bis nach Ronda. Dort tobte das Leben. Viele Spanier nutzten die Feiertage auch für Ausflüge und so drängten sich viele Menschen durch die Gassen der Altstadt. Wir schlossen uns an. Unterhalb der berühmten Brücke fanden wir eine Aussichtsplattform, von der wir die ganze Brücke fotografieren konnten. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht so optimal, aber so lange konnten wir nicht mehr warten, bis die Sonne die Schlucht richtig ausleuchtet. Wir wollten kurz vor 16:00 Uhr wieder bei der Höhle sein.



Wir bummelten noch ein wenig durch die Altstadt. Überall konnte man noch die Weihnachtsdekoration sehen.







Gegen halb vier fuhren wir wieder zur Höhle.

Ein Deutscher kam uns auf dem Parkplatz entgegen und meinte, es sind noch keine Leute dort…

Naja, wir stiegen die Stufen zum Eingang hinauf. Der Guide versicherte uns, dass es spätestens  um 17.00 Uhr auf jeden Fall eine Führung geben würde. Wir meldeten unser Interesse an, setzten uns auf eine Bank und warteten. Nach und nach kamen weitere Besucher. Um 16.45 Uhr ging es dann los, es hatten sich dann doch noch 16 weitere Besucher eingefunden.

Für je drei Leute gab es eine Lampe. Ich habe mir eine genommen. Gerd, der Deutsche vom Parkplatz und ich bildeten eine kleine Gruppe. Der Guide sagte mir, dass wir immer direkt hinter ihm bleiben sollten, damit er zuerst uns auf Englisch und dann den Anderen auf Spanisch alles erklärt.




Der Eingang

Wir sahen in den folgenden 90 Minuten viele prähistorische Wandmalereien, beeindruckende Stalagtiten und Stalagmiten und riesige Hohlräume, in denen vor Jahrtausenden Menschen gehaust haben. An einigen Stellen waren die Höhlenwände noch vom Feuer der Urzeitmenschen schwarz gefärbt.

Dieser Ausflug hat sich gelohnt!

Wir fuhren auf dem direkten Weg zurück zum Hotel um kamen dort gegen acht Uhr wieder an.

6.1.2014

Auf dem Frühstücksbuffet wurde heute auch Kuchen angeboten. Heute ist hier Feiertag (Heilige Drei Könige).

Wir fuhren nach Marbella um die Altstadt zu besichtigen, das haben wir damals versäumt.

Das Auto stellten wir im Vinci-Parkhaus am Park ab. Zentral und leicht wiederzufinden.




Deko im Park




Wir verbrachten bei bestem Wetter einen schönen Tag. Viele Fotomotive reizten zum Druck auf den Auslöser.






















Iglesia de Nuestra Seňora de la Encarnation







Es gibt auch noch eine alte Stadtmauer







Nachdem wir die Altstadt duchquert haben gingen wir zur Strandpromenade. Dort gab es keinen Altstadtflair sondern nur Trubel und viele Menschen.




Gigantische Seifenblasen










Bettenburgen








Wir hatten hunger und wollten etwas essen. An der Promedade gab es viele Restaurants, aber die sagten uns nicht so zu. Wir gingen zurück in die Altstadt.

Wir beendeten unseren Ausflug mit einem Besuch des Restaurants Casa del Corregidor.

Wir bestellten Secreto mit Gemüse und Pommes, es schmeckte sehr gut und obwohl wir uns mitten auf dem Orangenplatz ( Plaza de los Naranjos ) in der Altstadt befanden, also Touristengebiet, zahlten wir einen günstigen Preis. Und es war original Secreto vom Iberischen Schwein.




Der Orangenplatz

Abends gingen wir in die Hotelbar und nutzten gratis den Kaffee aus den Automaten und den Zugang ins weltweite Netz.

 

7.1.2014

Die Sonne begrüßte uns wieder heute Morgen und wir beschlossen einen ausgiebigen Strandspaziergang zu unternehmen.

So liefen wir nach dem Frühstück in 15 Minuten ans Meer und schlenderten dann am Wasser entlang. Der Blick war meist auf den Boden gerichtet und dort wo es in der Sonne glitzerte, hielten wir inne und sammelten Seeglas für meine Schmückerei. Auch viele interessante Muscheln nahmen wir mit. Ich weiß auch schon, was daraus wird.




Wir fanden auch einen jungen Einsiedlerkrebs.

Nach etwa einer Stunde machten wir kehrt, um auch die rechte Gesichtshälfte zu bräunen…

Zurück beim Appartement warteten die Sonnenliegen auf der Dachterrasse. Käffchen und Kuchen nahmen wir mit nach oben und dann bekam auch die restliche Haut ein wenig Bräune.

Abends wollten wir dann noch einmal ins El Cortijo. Aber da ist Dienstag Ruhetag. In der Nähe befindet sich ein kleines Centro Comercial. Vielleicht gibt es ja dort etwas zu essen. Am Eingang wird für eine Pizzeria und einen Pub geworben.

Der Pub erwies sich zum Glück als typische spanische Tapasbar. The Village Inn  heißt auch Meson del Pueblo.

Wir setzten uns an den Tresen und die Kellnerin zeigte uns das heutige Angebot an Tapas. Wir bestellten kleine Portionen von Albondigas , Ensalada Rusa, Curry-Lamm und Alas de Pollo. Dazu gab es natürlich Pan, Alioli und Oliven. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Portion Jamon-Iberico

Alles schmeckte sehr gut und Bedienung war sehr freundlich.

Gerd hat mir auf dem Heimweg noch eine Orange gepflückt. Die verströmte einen angenehmen Duft.

 

8.1.2014

Nicht weit entfernt vom Hotel führt eine Abfahrt von der A7 auf eine Landstraße nach Istan in den Naturpark „Sierra de las Nieves“. Das Navi zeigte uns eine Strecke von 32 Km an. Und eine Fahrzeit von 42 Minuten. Das sah nach Kurverei aus. Wir wurden nicht enttäuscht. Für die ersten 20 Km auf der A7 brauchten wir kaum 10 Minuten. Aber dann! Eine Kurve nach der anderen auf einer Straße ohne Mittelstreifen. Und je weiter wir in die Berge kamen, desto schmaler wurde es.

Aber ich schaffte die Strecke in der vom Navi kalkulierten Zeit. In Istan parkten wir das Auto und wanderten über den grün markierten Wanderweg um den kleinen Ort.




Istan, ein kleines weisses Dorf.




Korkeichen




Avocados




Die ersten Mandelblüten




Birkenfeige / Ficus Benjamini





Auf unserer Karte endet die Straße im Ort. Aber auf dem Rundweg stellten wir fest, dass man wohl doch quer durch den Naturpark fahren kann. Also stiegen wir wieder ins Auto und fuhren weiter. Die Straße war bald nur noch einspurig. Nach etwa fünf Kilometern war dann aber doch Schluss. Da hörte der Asphalt auf und eine mit Schlaglöchern übersäte Schotterpiste folgte. Und bis nach Monda wären es noch etwa 13 Km gewesen. Das haben wir uns dann doch nicht getraut.




Ende der Asphaltstrecke

Also kehrten wir um und fuhren wieder zum Hotel zurück.

 

9.1.2014

Blauer Himmel und Sonne luden ein zu einem weiteren Ausflug. Diesmal zog es uns in den Naturpark El Torcal, in der Nähe von Antequera.

Die Anfahrt war nicht so atemberaubend wie nach Istan, weil wir die meiste Zeit über die Autobahn fahren konnten. Die Umfahrung von Malaga ist übrigens achtspurig! ausgebaut. Da kommt man natürlich gut voran.

Als wir am Besucherzentrum ankamen, zogen leider ein paar Wolken auf, zum fotografieren leider nicht so gut. Es gibt zwei Wanderwege durch den Park, grün ist der kurze Weg und gelb der lange Weg. Wir nahmen die gelbe Route. Herrlich diese Ruhe in einer Höhe von 1.700 Metern! Wir waren fast die ganze Zeit alleine, auch weil wir den weiteren Weg gewählt haben.

Ich hätte hier jeden Stein fotografieren können…






















Höhepunkt aber war Sie: Eine Bergziege.

 

Sie thronte oben auf einem Felsen und beobachtete uns eine ganze Weile, während wir versuchten ein besonders „scharfes“ Foto von ihr zu machen. Irgendwann hatte sie genug, stand auf und verschwand.

Eins von den vielen Fotos sollte was geworden sein.

Vier Stunden waren wir unterwegs.



Abends gingen wir noch einmal in das „Meson del Pueblo“. Wir waren hungrig und bestellten Salat Suppe und Secreto. Das Fleisch war gut, aber dieses besondere Erlebnis, wenn man drauf beißt und der Saft sich im Mund verbreitet, das hat gefehlt. Man muss doch drauf achten, dass der Zusatz cerdo de iberico ( Iberisches Schwein) in der Karte steht.

Aber es hat trotzdem geschmeckt und wir sind satt geworden.

10.1.2014

Es ist bewölkt. Eigentlich wollten wir heute faul sein und uns sonnen. Das mit der Sonne haben wir gelassen.

Stattdessen haben wir die nähere Umgebung des Hotels erkundet und festgestellt, dass es hier sehr schöne Villen und andere Behausungen gibt, die den dazu gehörigen Autos zufolge, recht wohlhabenden Menschen vieler Nationen zu gehören scheinen. Alles ist eingezäunt und größtenteils kameraüberwacht.

Ewig hier wohnen, möchten wir nicht. Wir sind ja auch nicht so wohlhabend.

11.1.2014

Vormittags versuchten wir es noch einmal mit der Sonne.

Aber die Wolkendecke war zu dicht, so dass wir das Sonnenbad bald wieder beendeten.

Nachmittags fuhren wir noch einmal nach Marbella. Wir Schlenderten wieder durch die Altstadt, besuchten die Kirche und wollten im „EL Corregidor“ zu Abend essen. Aber dort war zu. Ferien bis März stand auf einem kleinen Hinweisschild. Schade.

Jetzt mussten wir uns ein anderes Restaurant suchen. Plötzlich sprach uns eine stark geschminkte Blondine an und reichte uns einen Flyer von einem Restaurant mit der Frage, ob wir etwas essen wollen. Das ist eigentlich nicht so unser Ding, auf der Straße angesprochen zu werden und fremden Leuten zu folgen. Wir taten es aber trotzdem und haben es nicht bereut. Im Restaurant „Puerta del Principe“ ließen wir es uns noch einmal gutgehen.
Die Deko allerdings ist nicht jedermanns Geschmack, überall standen ausgestopfte Stiere herum und Stierköpfe zierten die Wände.










Auf dem Weg zum Parkhaus machte ich noch ein paar Nachtaufnahmen.











12.1.2014

Letzter Tag. Die Koffer waren nach dem Frühstück schnell gepackt. Nach dem Auschecken verbrachten wir noch eine Weile auf der Hotelterrasse bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel! Aber wir mussten nachhause, nachmittags fuhren wir zum Flughafen nach Malaga.

Eine Temperaturanzeige im Terminal sagte uns, dass in Malaga 24Grad sind!

Pünktlich  um 18.40 Uhr hob das Flugzeug ab und brachte uns wieder in die kalte Heimat, die uns mit einer Außentemperatur von 3Grad empfing.

 

Es war eine super Idee, diese Reise zu machen. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir im Januar in den Süden fliegen.




 
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