Gerd-und-Iris
  Spanien September Oktober 2017
 




Spanien Portugal 7.9. – 11.10.2017

 

7.9.

Wir sind nach drei entspannten Tagesetappen mit Übernachtung in Echternacherbrück 
und
Saint-Rambert-d`Albon
am Samstag den 9. September um ca. 18:00 Uhr in Pals,
  Camping Interpals, angekommen.


 

Wir haben uns den Platz 407 ausgesucht. Als der Wohnwagen fertig eingeparkt war, sind wir erst einmal ins Restaurant zu Carmen und Miquel Mas Cros gegangen und haben vorzüglich gespeist. 

Heute hat es hier sehr viel geregnet. Morgen soll wieder die Sonne scheinen.  

10.9. 

Der Sonntag war sonnig, aber sehr stürmisch. Wir haben uns ausgeruht. 

11.9. 

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer Radtour durch die Reisfelder zum Riu Ter und Toroella de Montgri. So konnte ich noch in der Morgensonne fotografieren.











 

Zur Mittagspause kehrten wir im Restaurant Can Bach ein.

 

12.9.  

Besuch in unserer Stammkneipe, Can Bernabe, in Masos de Pals.


  

13.9.  

Heute wollen wir mal an den Strand zum sonnen und baden.  

Ich habe lange gebraucht um ins Wasser zu gehen, aber wenn man erst einmal drin ist, ist es phantastisch.

 

Abends waren wir im Can Bach. Salat, Ente, Schweinebacke, Kaffeeeis mit Baileys, Kaffee und Kräuterschnaps. Zurück zum Campingplatz fuhren wir in der Dunkelheit mit dem Fahrrad durch die Reisfelder. Zum Glück haben unsere Fahrräder eine sehr gute Beleuchtung.  

14.9.  

Heute ist Donnerstag und da ist immer Markt in L'Estartit. Vom Campingplatz sind es ca. 18 Km, mit den E-Bikes aber kein Problem. Der Riu Ter hat erst in Torroella eine Brücke. Also sind wir erst südlich vom Fluss nach Torroella gefahren und dann nördlich wieder zurück Richtung Gola del Ter (Flussmündung) und von dort nach L´Estartit. Zurück sind wir den selben Weg gefahren. Er ist lanschaftlich sehr schön.(siehe Bilder vom 11.9.)

 

Es wird Herbst, die Blätter fallen, der Reis ist reif und eine Schlechtwetterfront zieht auf.  

17.9.  

Heute schließt Camping Interpals für die Wintersaison seine Tore.  

Nun liegt die Woche in Pals schon wieder hinter uns. Wir sind viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und haben die "wichtigen" Dinge abgearbeitet: Bekannte Gesichter gegrüßt, Märkte und Restaurants besucht.  

Das Wetter war bis Donnerstag sehr gut. Am Freitag hat es geregnet. Am Samstag schien kurz die Sonne und wir haben unser Vordach und die Möbel trocken einpacken können. Danach gab es dann heftiges Gewitter. Da haben wir aber Glück gehabt! Alles trocken verstaut.

Wir sind ganz entspannt, auf einer leeren Autobahn, bei schönstem Wetter, nach Valencia,
Valencia Camping Park in Betera,
weitergefahren. Wir haben für die 460 KM 6 Stunden gebraucht.
Der Platz hier ist eher für Wohnmobile ausgelegt, für unser Gespann brauchten wir zwei Plätze.
Man gönnt sich ja sonst nichts

 

Eigentlich wollten wir hier nur übernachten, aber dann haben wir uns doch für einen Stadtbummel am Montag entschieden. Einmal mit der Metro in die Innenstadt, ein bisschen rumlaufen und am Abend dann zurück. 

18.9.  

Valencia  
Die Haltestelle der Metro befindet sich nicht weit vom Stellplatz, ca. 10 Min zu Fuß. Aber es gibt dort keinen Fahrkartenautomaten. Wir haben uns am Campingplatz ein Metroticket besorgt. Die etwa 20 Kilometer lange Strecke von Betera in die Innenstadt kostet 1,50 Euro!

Wir sind von der Metrostation Turia in die Altstadt gelaufen. Da wir schon mal hier sind, wollte ich natürlich auch wieder zu den Torres de Quart, um dort noch einmal die Treppe mit der kleinen Holztür, im RAW Format zu fotografieren. Also gingen wir zuerst dorthin. Heute kostete es aber 2€ Eintritt. Wir stiegen hinauf und was fanden wir vor? Die Tür war offen und wir bekamen sie nicht zu!



Wie oft waren wir schon hier und konnten nicht hinauf und jetzt das. Ich glaube, ich gebe es jetzt auf. Wir machten noch ein paar Fotos von oben und gingen dann weiter Richtung Markthalle, dort gibt es im Untergeschoss Toiletten. Danach ging es weiter zur Kathedrale und bis zu den Torres de Serrans.

 

Dann mussten wir ja auch etwas essen. In der Altstadt war es ungewöhnlich voll mit deutschen Touristen, und das in der Nebensaison. Die Restaurants waren alle gut besucht.  Wir entschlossen uns in den Vorort Alboraya zu fahren und in unserer altbekannten Tapas Bar, Celler de Carmen, zu essen. Auf dem Weg dorthin sahen wir einen AIDA Shuttlebus. Jetzt wussten wir auch, warum es in der Stadt so voll war.    

Die Busfahrt in den Vorort kostete uns pro Person 80 Cent!  

Unsere kleine Bar hatte geöffnet und wir wurden so gut bedient wie immer.  Gerd hat sich natürlich wieder mal die Schweinefüsse bestellt. Die gibt es ja zuhause nicht.







Satt machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Im Bus der Linie 4 trafen wir zwei Deutsche, die sich mit ihren AIDA-Karten outeten. Die beiden waren etwas spät dran und nervös, denn es war schon kurz nach fünf. Die Stella sollte um 18.00 Uhr ablegen und wir waren noch lange nicht am Hafen.  

Ich hab sie aber beruhigt: Der nächste Hafen ist Barcelona und das schafft man mit dem Auto locker. Dort können sie ja dann wieder zusteigen…   

Sie haben es aber doch noch geschafft.  

Wir haben dann auf der Terrasse der Hafenbar die Abfahrt des Schiffes abgewartet. Wir konnten sogar die Auslaufmelodie hören. Hätten auch mitfahren können…



 

Mit dem Bus ging es zurück zum Turia Park bis zur Metrostation Alameida. Von dort schlenderten wir dann zu Fuß durch den Park an vielen sportlichen Valencianern vorbei zur Station Turia und für weitere 1,50 fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz.  

19.9.  

Heute geht es weiter nach Sant Elena, in den Naturpark Despenaperros bei Jaen. Dort wollen wir dann wieder ein paar Tage bleiben.  
Die 385 KM von Valencia nach Santa Elena waren eine entspannte Angelegenheit. Nach fünf Stunden hatten wir das nächste Ziel erreicht.


Nachdem wir uns auf dem Camping Despeňaperros  eingerichtet haben, sind wir in das gegenüber liegende Restaurant El Meson de Despenaperros eingekehrt. Drei Jahre ist es her, wir haben uns schon darauf gefreut, hier wieder essen zu gehen.


 

 

Bei Rebhuhnpastete mit karamellisierten Zwiebeln und Wildbeermarmelade, mit Alioli gratiniertem Bacalao und Grillgemüse sowie Flan als Nachtisch genossen wir den Blick auf die Schlucht von Despenaperros in der untergehenden Sonne.  

20.9.  

Die E-bikes haben heute einen echten Härtetest bestanden. Der Bahnhof von Santa Elena soll, laut einer Information aus dem Internet, einen Besuch wert sein. Vom CP sind es acht Kilometer, sechs davon bergab ins Tal. Ohne Motor und ohne zu treten schaffte Gerd bis zu 45 KM/H. Gedanken an den Rückweg machten wir uns nicht. Wir haben ja -> E-Bikes.   

Unten angekommen waren wir sehr enttäuscht. Außer, dass die Bahnlinie dort verlief, gab es nichts Besonderes hier unten zu sehen. Vielleicht war das ja mal anders. Vielleicht habe ich mich auch einfach verlesen.





 

Nun hieß es bergauf! Erste Fahrstufe - zweiter Tretgang und los ging es. Mit 10 bis 15 km/h bergauf. Sechs lange Kilometer. Die Fahrräder schafften die Strecke mit unserer Unterstützung mit Bravour.










Unser Wohnwagen ist schon von weitem zu sehen.
 

Am Nachmittag wollten wir uns im Visitorcenter Infomaterial über die Gegend holen. Leider haben wir auch dort Pech gehabt. Anders als auf der Homepage angezeigt, war das Büro geschlossen. Eine schöne Radtour war es trotzdem.  

Heute Abend haben wir uns mal wieder selbst versorgt. Im Nachbarort La Carolina, fanden wir in der Schlachterei Presa de Cerdo iberico. Das gab es auch im Selection-Restaurant auf der AIDAcara.  

Das fanden wir damals lecker und heute war es das auch!  

21.9.  

Mit dem Auto ging es zur Schlucht. Wir wollten wandern. Die Wanderwege waren aber gesperrt, wohl wegen der extremen Trockenheit.







 

Den Ausflug zum Wasserfall des Rio Despenaperros haben wir uns dann auch gespart: Zum einen war die Zufahrtsstraße auch für mich viel zu schmal, als dass ich mich getraut hätte, dort zu fahren. Zum anderen wären wir wohl auch wieder enttäuscht worden, weil im Flussbett absolute Trockenheit herrschte.  

So kehrten wir zum CP zurück und machten es uns vor dem Wohnwagen gemütlich, bei 29 Grad im Schatten, herrlich.   

22.9.  

Wir sind noch einmal mit dem Fahrrad los. Heute war das Visitorcenter geöffnet. Der nette Mitarbeiter dort hat uns bestätigt, dass alle Flüsse zurzeit ohne Wasser sind, weil es schon seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet hat.  

Wir sind dann weitergefahren nach Miranda del Rey und haben uns dort für den Weg Richtung Las Nogueras, Escuela de Naturaleza Jaen, entschieden. Es ging stetig bergauf, was mit den E-Bikes kein Problem darstellte. Bei der nächsten, gut beschilderten Gabelung, entschieden wir uns für den Weg Richtung La Aliseda.



Plötzlich war der Weg mit einem Tor verschlossen. Normalerweise kann man die Tore öffnen, dieses bekamen wir aber nicht auf. Wir konnten aber die Räder schräge unterdurch schieben. Dann fuhren wir weiter. Irgendwann kam eine Kreuzung ohne Wegweiser. Zum Glück sind wir ja auf dem modernsten, technischen Stand und haben Handys mit GPS dabei. So konnte ich exakt unseren Standpunkt orten. Eigentlich war es nicht mehr weit bis Miranda del Rey. Aber der Weg wurde immer schlechter und wir mussten die Räder immer öfter schieben.



Ich hatte nur offene Latschen an. Wir konnten den Ort schon sehen, aber es ging immer steiler bergab, so entschlossen wir uns umzukehren. Jetzt mussten wir bergauf schieben, was auf diesem trockenen Geröll sehr anstrengend war. Wir fuhren den selben Weg zurück, den wir gekommen waren.


Der steile Weg ist deutlich zu erkennen.


Als wir zurück kamen ließ sich die kleine Katze nicht in ihrer Mittagsruhe stören.
 

Abends sind wir noch einmal im Meson de Despenaperros eingekehrt.  

23.9.
  

Auf nach Portugal. Das Navi zeigte knapp 470 KM bis nach Olhao an. Etwa 6 Stunden sollten  wir dafür brauchen.

Auf dem Parc de campismo Olhao waren wir 2014 schon einmal. Man kennt sich ja aus.
Hier bleiben wir aber nur zwei Nächte. Unser Hauptziel ist die Küste des Alentejo.

  

Wir haben uns schnell eingerichtet und sind dann mit dem Rad ins Ortszentrum gefahren. Leider gibt es hier keine speziellen Radwege und so mussten wir uns im Verkehrsgewühl durchkämpfen. Auf der Promenade fand gerade eine Demo statt. Hier wird wohl auch bald gewählt. Ansonsten waren sehr viele Menschen unterwegs und wir beschlossen, zum CP zurückzukehren.

 

Unterwegs fiel mir ein kleiner Imbiss auf, der mit gegrillten Calamares warb. Hier machten wir Station. Die Portion war riesig, die Qualität nicht so ganz. Die Ringe wurden wohl in der Mikrowelle heiß gemacht… Naja, Gerd hat für zwei Teller Calamares mit Reis, Pommes und Salat, Wein und Bier, 9,50 Euro bezahlt. Satt sind wir auf jeden Fall geworden.  

24.9.  

Unser Stellplatz befindet sich direkt an der Bahnlinie. Das stört aber nicht, weil es nur eine kleine Vorort-Bahn ist, die nicht so oft fährt. Heute Morgen um 6:30 Uhr hat der Schaffner sogar gehupt, damit alle etwas von dem schönen Wetter haben. Das war doch nett von ihm.
Uns war gestern  auf dem Rückweg ein weiteres Restaurant aufgefallen, das Casa de Pasto Armenio, nicht weit vom Campingplatz.
Bevor wir heute in den Nationalpark fuhren, haben wir für den Abend einen Tisch reserviert.   

Dann haben wir eine Tour durch den Park gemacht und ich habe eines meiner Lieblingsmotive noch einmal aus verschiedenen Blickwinkeln abgelichtet.






Eine Gezeiten Mühle




Hier hat jeder Muschelsammler sein eigenes "Grundstück"
 

Das Abendessen war viel besser als das vom Vortag. Es gab neben Salat, eingelegten Muscheln und Oliven gegrillten Tintenfisch und Schokoladencremetorte.  

Alles hat sehr gut geschmeckt und gekostet hat es nur 22 Euro. Wir saßen an der Essensausgabe und uns lief bei jedem Teller das Wasser im Mund zusammen...

 

Schade, dass  wir morgen schon weiterfahren...  

Das Wahlergebnis in Deutschland war leider nicht so bekömmlich.  

25.9.  

Auf unserem Tourplan stand für heute die Etappe ins Alentejo.   

Die schnellste Route führte über die E1 und dann über Landstraße ans Ziel. 110 Km über die Autobahn waren ganz entspannt, die letzten 50 Kilometer führten über schmale, holprige Schlaglochpisten zum Ziel. Zum Glück sind keine Schäden entstanden.  

Der Campingplatz Orbitur Sitava Milfontes  machte einen sehr guten Eindruck auf uns.  

Wir suchten uns eine große Parzelle aus und waren wieder schnell eingerichtet.

 

Es war hier aber erheblich kühler, als an der Algarve. Unterwegs waren es noch 30 Grad und als wir hier ankamen, nur noch 24 Grad, am Abend nur noch 17 Grad.  

Wir sind noch mit dem Fahrrad an den Strand gefahren. Wunderschön und Appetit auf mehr. Morgen.





 

Den anschließenden Ausflug nach Milfontes haben wir auf halber Strecke abgebrochen.
Radfahren auf der Landstraße ist wegen der fehlenden Radwege und der Rücksichtslosigkeit der Autofahrer lebensgefährlich und auf den Feldwegen machen nicht nur die Unebenheiten das Fahren zum Abenteuer, sondern auch die nicht angeleinten Hunde, die uns mit lautem Gebell verfolgten. Zum Glück hat so ein E-Bike Reserven: Die Hunde haben uns nicht zu fassen bekommen.


Es war so trocken, dass die Bäume neben dem Schotterweg ganz eingestaubt waren.


 

Das Essen im CP Restaurant war ok.  

26.9.  

Zum Strand!  

Der Campingplatz hat zwei Ausgänge: Das Haupttor zur Landstraße und am anderen Ende ein Tor zum Strand. Im Internet hatten wir gelesen, dass dieses nur sporadisch geöffnet sein sollte. Gestern saß ein junger Mann im Torhaus. Heute war er nicht da und das Tor geschlossen. Aber wir hatten den Hinweis auf einen Klingelknopf. Drückt man den, öffnen Mitarbeiter im Büro nach einem Kamera-Blickkontakt das Tor. Hat auch beim Rückweg sehr gut funktioniert.  

Schnell ist man mit dem Rad am Strand, es geht nur bergab…  

Bei Google-Maps sind viele Wege entlang der Küste auszumachen. Allerdings sind diese nur etwa einen Kilometer befestigt und befahrbar. Danach besteht die Fahrbahn nur noch aus Dünensand. Da macht selbst der Fußmarsch große Mühe. Ein Fahrrad zu schieben ist unmöglich. So blieben wir hier am Strand. Auch sehr schön.


Feinster Dünensand





 Nach einer Weile kehrten wir zum CP zurück.  

Unsere Aktivitäten waren hier doch sehr beschränkt.   

Es war kühl und es wehte ein frischer Wind.

Wir beschlossen, wieder ins Binnenland, nach Spanien zu fahren.

Wir haben uns für den Campingplatz Ciudad Caceres
entschieden.  

27.9. 
 
Die Fahrt war sehr entspannt, manchmal waren wir ganz alleine auf der Autobahn.

Der Campingplatz liegt am Stadtrand und ist leicht zu finden.





 

Die Ausstattung ist besonders: Jede! Parzelle hat ihr eigenes Waschhaus. So was haben wir in unserer Campingkarriere noch nicht erlebt. Die Plätze selber waren groß, allerdings ohne Sichtschutz. Naja, man kann nicht alles haben.  

Wir sind noch kurz mit dem Auto einkaufen gewesen. Mercadona, Dia, Lidl, alles da.


Der Campingplatz befindet sich neben dem Fussballstadion. 


28.9.  

Per Bus (1,10 Euro pro Ticket) ging es in die Innenstadt.

Wir haben einen Rundgang durch die Altstadt gemacht.






















Kirche San Francisco



Renovierungsarbeiten an der Kirche.

Irgendwann bekamen wir Durst und auch etwas Hunger. Auf der Plaza Major wurde man vor jedem Restaurant angesprochen, ob man etwas essen will. Das gefiel uns überhaupt nicht. Wir schlenderten deshalb weiter durch die Gassen und zufällig schaute ich in eine geöffnete Tür 

http://www.restaurantelosgolfines.com/





Ein überdachter Innenhof zwischen zwei Gebäuden. Das sah dort sehr nobel aus, doch die Preise für die Tapas waren normal. Wir beschlossen, hier einzukehren. Wir haben uns Calamares, Bacalao, Spanferkel und Presa de iberico bestellt, danach Cheesecakeeis und Schokocremeküchlein. Zum Durst löschen gab es für Gerd ein großes Bier und für mich einen Tinto de Verano.



 

Toll zubereitet und sehr ansprechend angerichtet. So gut haben wir schon lange nicht mehr gegessen.

Restaurante los Golfines

Mit dem Bus ging es dann auch wieder zurück.  

29.9.

Unsere Reise führte weiter Richtung Norden nach Riaza. Ein kleiner Ort in Castillien-Leon.  

Camping Riaza

 

Hier wollten wir bis Dienstag bleiben. Die Sonne schien mal nicht. Und es war auch nicht ganz so heiß.   

Das Internet ist ganz schlech, nur in der Nähe des Restaurants und der Bar hat man guten Empfang.  

Am 1. Oktober sollte in Katalonien die umstrittene Abstimmung über die Unabhängigkeit stattfinden.  

Je nachdem wie sich die allgemeine Lage dort entwickelt, können wir die weitere Route für unsere Heimreise von hier aus planen.

 

Hier kann man übrigens sehr gut Fahrrad fahren.  

30.9.  

Einen kleinen Ausflug in den Ort und die nähere Umgebung haben wir heute schon unternommen, unter Anderem zum Bahnhof von Riaza, hier ist aber schon lange kein Zug mehr gefahren.


Das Rathaus von Riaza.



 

Bei einem Schlachter am Marktplatz haben wir uns mit Grillfleisch für den Abend eingedeckt.


Der ehemalige Bahnhof von Riaza.






Hier ist schon lange kein Zug mehr gefahren.
 

1.10.  

Wir haben beschlossen, hier in Riaza zu bleiben. Der Platz ist schön, die sanitären Anlagen sind beheizt, das Klima ist gut, tagsüber nicht zu heiß , aber auch nicht zu kalt, nachts kann man sich zudecken, ohne zu schwitzen. Wir sind hier ca. 1200 Meter ü NN. Die Wettervorhersage ist auch super, besser als für Pals. Also werden wir nicht mehr nach Pals, sondern von hier aus gleich nach Hause fahren.  

2.10.  

Ich hatte für heute mal eine Radtour nach Riofrio geplant, nicht so weit, ganz entspannt. Auf der Karte von Maps me gab es östlich vom Fluss einen Weg, zurück sollte es dann auf der Straße gehen.
Auf der Karte kann man ja leider nicht den Zustand des Weges sehen. Wir haben die Räder ca. 5 Km, meist bergauf über Steine und Felsen geschoben. Ich war völlig fertig.


Am Anfang war es noch sehr idyllisch.


Der "Radweg"


Da wäre ich auch fast gestorben....

Zurück, auf der Straße, ging es fast nur bergab, bis nach Riaza mussten wir nur wenig treten.


Riofrio
 

3.10.  

Heute haben wir einen Ausflug zu den Hoces del Duraton und zu der Ermita de San Frutos gemacht. Bequem, mit dem Auto, sind wir auf schmalen und kurvenreichen Straßen gefahren.











Das letzte Stück  führt über eine ca. 2 Km lange Schotterpiste zur Ermita. Wir sind die Strecke vor ein paar Jahren schon einmal mit dem Roller gefahren.



Vom Parkplatz muss man noch mal eine kurze Strecke bergab laufen. Nachher natürlich auch wieder bergauf
, und die Sonne war sehr heiß. Wie damals, kreisten die Geier ganz dicht über uns. Das Wasser war damals grün, heute war es nur sehr dunkel, schade.




Ermita de San Frutos














Gänsegeier

 

4.10.  

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Auto in die Berge gefahren, auf die wir vom Campingplatz aus schauen. Auf 1720 Meter haben wir das Auto geparkt und dann noch ca. 200 Höhenmeter zu Fuß geschafft. Wir hatten einen tollen Rundumblick über eine traumhafte Landschaft.
Hier oben verläuft die Grenze zwischen Castilien-Leon und Castilien-La Mancha.  








Blick auf Riaza






Erst dachte ich, das ist Matsch, aber der Sand war ganz fein und staubtrocken, mit metallischem Glanz.
 


Hier wird Rücksicht auf Radfahrer genommen.



Dort auf den höchsten Gipfel wollte ich eigentlich hin, aber ich hätte nicht gedacht, dass es soooo weit ist, von unten sah es ganz anders aus.  

5.10.  

Um einmal in einem großen Supermarkt einkaufen zu können, mussten wir ca. 55 Km fahren. Das haben wir mit einem Stadtbummel in Aranda de Duero verbunden. Es ist ein hübscher Ort, der sogar einen Wohnmobil-Stellplatz hat.






Kirche Santa Maria








Das Museum






















Der Wohnmobil Stellplatz ist kostenlos und hat sogar eine Entsorgungsstation.

6.10.
  

Heute sind wir mit dem Rad bergauf nach La Penilla gefahren. Ich dachte, dass es ein kleines Bergdorf ist, aber es ist nur eine Ski Station.



Da war jetzt natürlich nichts los. Bergab mit dem Fahrrad 50 Km/h ist ein tolles Gefühl.
Man sollte die Warnschilder mit der Kuh drauf wirklich ernst nehmen, vorgestern, als wir mit dem Auto die Berg-Straße gefahren sind, lief eine am Straßenrand entlang. Gestern waren einige hinter der Leitplanke und heute in La Penilla auf dem Parkplatz



und in Riaza lief eine ganze Herde auf dem Radweg! Wir haben lieber gewartet, bis er frei war.

 

7.10.  

Brrrrr.. war das kalt heute Morgen 7 Grad. Bevor wir aufgestanden sind, haben wir erst einmal die Heizung voll aufgedreht. Dann kam die Sonne über den Berg und eine Stunde später waren es schon 17 Grad. Wir haben eingepackt. Morgen geht es nach Hause.  

8.10.  

Die heutige Etappe führte uns bis nach Saint Palais nördlich von Bordeaux. Ca. 650 Km auf überwiegend mautpflichtigen Autobahnen. Dafür aber ohne Stau.

Übernachtet haben wir auf diesem Campingplatz: Chez Gendron,  sehr idyllisch gelegen.  

9.10.

Bis zur 2. Übernachtung in Troyes waren es 610 Km, Campingplatz Troyes.

Wir sind um 18:45 angekommen und haben erst einmal bei dem ALDI gleich neben dem CP eingekauft. Wir hatten Glück, der schließt um 19:30.
Dann sind wir Richtung Altstadt gegangen, weil wir noch etwas essen wollten. Die Restaurants in der näheren Umgebung hatten geschlossen. Es war Montag und ich dachte schon, dass hier montags alle Restaurants Ruhetag haben. Wir liefen aber trotzdem noch bis in die Altstadt. Dort tobte das Leben und alle Restaurants waren geöffnet. Nun wussten wir gar nicht, für welches wir uns entscheiden sollten. Wir sind in die Taverne Karlsbräu eingekehrt.



Gerd hat Sauerkraut mit Garnitur gegessen und ich einen Flammkuchen und sehr leckere Creme Brulee
Leider konnten wir die schönen Häuser der Altstadt nur im Dunkeln bewundern, sie sind wunderschön. Wir müssen unbedingt wieder kommen.
   

10.10.

Was für ein Drama am vorletzten Reisetag. Wir hatten Schwierigkeiten nach 500 km Fahrt einen Campingplatz zum Übernachten zu finden. Der, den wir uns in Düsseldorf ausgesucht hatten, war zwar geöffnet, aber der Besitzer war schon Zuhause und wollte uns den Schlagbaum nicht öffnen, weil er dafür 30 Km hätte fahren müssen. Einen Vertreter hatte er nicht. Das war um 19:00 Uhr! Er sagte, dass am Rheinufer Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen wären. Weil dort aber nur Wohnmobile zugelassen waren, konnten wir also auch da nicht übernachten. Etwas ratlos fuhren wieder auf die Autobahn, ohne zu wissen, was wir nun machen sollten. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, nach Hause zu fahren, aber Gerd schaute noch einmal im Internet und wurde fündig:   Knauscamp in Essen Werden.
Wir waren 400 Meter vor der Ausfahrt Essen-Werden. Also runter von der Autobahn, und schnell die Adresse ins Navi eingegeben und es hat uns direkt zum Campingplatz geführt. Kurz nach 20:00 Uhr waren wir dort. Die Rezeption war zwar nicht mehr besetzt, aber die Leute vom Restaurant haben eine Notfallkarte, mit der sie den Schlagbaum öffnen konnten. Wir hatten also endlich einen Übernachtungsplatz! Und zu Essen gab es auch noch etwas. Ende gut, alles gut. 
 

11.10.  

Der Platzwart hat uns netterweise die 10€ Zuzahlung für das Einchecken erlassen und sagte uns, dass man sich vorher schon telefonisch anmelden sollte, damit das Auto Kennzeichen gespeichert werden kann. Dann öffnet sich der Schlagbaum auch wenn die Rezeption nicht mehr besetzt ist.  

Wir schafften die letzten 420 km ohne besondere Vorkommnisse. Selbst vor dem Elbtunnel und in der Baustelle auf der A7 lief der Verkehr störungsfrei.     

Ein toller Urlaub ist leider wieder viel zu schnell zu Ende.  
 

 

Fazit:  

Man sollte eine Reise nach Spanien und Portugal doch eher für das Frühjahr planen, wie wir es 2015 schon einmal gemacht haben.

Dann ist die Natur noch nicht so ausgetrocknet und verbrannt.






 
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