Gerd-und-Iris
  Spanien August September 2005
 
 

 

27.8.05

Wir wollten möglichst früh durch den Elbtunnel fahren, weil an diesem Tag bei Airbus in Finkenwerder Tag der offenen Tür war. Die Veranstaltung sollte um 9:00 beginnen.

Da wir sonst immer vor einer Reise mit dem Wohnmobil bei MC Donalds in Eidelstedt frühstücken, haben wir uns entschlossen, erst südlich der Elbe unser Frühstück einzunehmen.

Um 8:30 rollten wir endlich von der Tankstelle in der Segeberger Chaussee in Norderstedt. Wir befürchteten schon das Schlimmste, und dachten, dass wir im Stau stehen müssen. Aber wir haben Glück gehabt. Der Stau baute sich gerade an der Abfahrt Waltershof auf.

Abfahrt Bispingen fuhren wir runter und wollten dort bei MC Donalds frühstücken. Dort gibt es nur PKW Parkplätze. Aber nebenan bei der Kartbahn waren noch alle Parkbuchten frei.. Dort hielten wir. Weil es sehr voll war, nahmen wir unser Frühstück mit in's Wohnmobil und aßen dort. Wir haben zu hause leider vergessen die Funktion unserer Frischwasserpumpe zu überprüfen, und mußten jetzt feststellen, dass sie nicht funktionierte! Wir schöpften das Wasser ab und füllten es in eine Flasche. Das war sehr umständlich.

Während der Fahrt, als der Verkehr stockte, und es etwas langsamer voran ging. setzte Gerd sich auf den Boden und nahm die Pumpe auseinander. Er konnte sie aber leider nicht reparieren.Da wir mit Anhänger unterwegs waren, kamen wir leider durch das Tempolimit und den vielen Überholverboten langsamer voran als sonst. Wir entschlossen uns, auf dem  Jägerhof  in Oberrotweil, nördlich von Breisach, zu übernachten. Um 18:30 kamen wir dort an. Das waren 10 Std. für 794 KM !

Während ich das Abendessen vorbereitete, versuchte Gerd nochmals die Pumpe zu reparieren, aber sie funktionierte nicht. Wir gingen früh schlafen, weil wir am nächsten Tag bis nach Pals kommen wollten, und das waren noch über 1000 KM.


28.8.05

Wir schafften es doch tatsächlich, früh aufzustehen! Um 7:00 verließen wir den Jägerhof.

In Breisach fuhren wir über die Grenze. Dann Landstraße nach Czernay und dort auf die A36, A39 Richtung Lyon, Umgehung Lyon auf die Route du Soleil (A7) Richtung Süden. Mittagspause machten wir auf dem Übernachtungsrastplatz in Montelimar. Dort haben wir auch früher immer mit dem Gespann übernachtet, was heute aber wegen der nächtlichen Überfälle viel zu gefährlich ist. Wir suchten uns einen schattigen Platz, aßen und fuhren weiter.





   
Rastplatz Montelimar


Das Wetter war schön, die Autobahn leer und wir kamen mit 120-130 Km/H gut voran.

Vor der Reise war das Wohnmobil in der Werkstatt, weil der Motor immer so schnell heiß wurde. Der Kühler wurde gründlich gereinigt und gespült. Endlich schafften wir den Col du Grand Boeuf (330M), ohne die Heizung einzuschalten!

Kurz vor unserem Ziel, wollten wir bei Lidl in Palafrugell unsere Vorräte kaufen, aber dort war geschlossen. Es war mal wieder Fiesta Local. Kurz vor dem  CP Interpals  fanden wir noch einen Supermarkt, der geöffnet war.

Um 19:30 kamen wir auf dem CP an, den wir schon seit 1979 besuchen. Dort sind wir fast zu hause. Wir bekamen den Platz 418 in Weg 4. Nach dem Einparken wurden wir von einem belgischen Ehepaar herzlich begrüßt und zu einem kühlen belgischen Bier eingeladen. Sie standen im Juli 2005 neben uns, als wir mit unsere Tochter Svenja einen 2 wöchigen Badeurlaub auf diesem Platz verbrachten. Großes "Hallo, sie auch schon wieder hier?" Wir kamen nicht mehr dazu das Wohnmobil richtig zu parken, unsere Markise auszufahren und Tische und Stühle aufzustellen. Das verschoben wir auf den nächsten Tag.

Heute haben wir 1012 KM geschafft. Auf Frankreichs Autobahnen fährt es sich einfach besser, als auf deutschen.

 
  

CP Interpals, Costa Brava, Platz 418, Weg 4


29.8.05
 

Gleich nach dem Frühstück sind wir mit dem Motorroller nach La Bisbal gefahren. Das ist die Keramikstadt überhaupt. An der Hauptstraße ein Keramikladen neben dem anderen. Aber einkaufen wollten wir dort nicht. Gerd wollte seine Angellizenz für Katalonien verlängern. Da wir diese Institution schon im vorigen Jahr gesucht und gefunden haben, war es jetzt einfach.

Er hat die Lizenz gleich für 41 Euro auf 4 Jahre verlängert. Wir fahren ja sowieso immer wieder dort hin.

Die Baix Emporda

Danach mußten wir noch ein Campingzubehörladen finden. In Palafrugell gab es mal einen, aber der existiert nicht mehr.

An der Landstraße zwischen Pals und Toroella de Montgri ist ein Wohnmobil Stellplatz und ein großer Abstellplatz für Wohnwagen. Dort parken Leute ihre Wohnwagen zwischen den Urlauben, die keine Lust haben immer mit Gespann die weite Reise zu unternehmen, caravaningmontgri und da gibt es auch Campingzubehör. Wir ergatterten die letzte Pumpe für 108 € !

Auf dem Rückweg zum CP kauften wir noch etwas Grillfleisch.

Wieder zurück auf dem CP, richteten wir uns erst einmal häuslich ein, was wir am Vorabend nicht mehr geschafft haben. Danach holten wir unsere Fahrräder aus dem Keller unter dem Waschhaus. Wir haben sie netterweise für die kurze Zeit zwischen den Urlauben dort unterstellen dürfen. Dort war es aber sehr feucht und es hat ihnen nicht gut getan. Aber ich wollte sowieso mal ein neues haben.

Als wir alles fertig hatten, schauten wir nach, ob Renate und Dieter auch dort sind, die Beiden wollten am 20.8. eintreffen. Die fahren auch schon seit ewigen Zeiten nach Pals. Großes Hallo und erst einmal eine Weile unterhalten mit einer kleinen Erfrischung. Wir haben uns für den nächsten Abend zum Essen im "Can Bernabe" in Masos de Pals verabredet. Dort gibt es leckeres Dunkelbier, frisch vom Fass.


30.8.05

Dienstags ist in Pals immer Markt. Mit dem Fahrrad fuhren wir durch die Reisfelder dorthin.

Der Riu Ter garantiert für eine gute Bewässerung, daher wird in dieser Gegend großflächig Reis angebaut. In diesem Urlaub haben wir in den Bewässerungsgräben das erste mal ganz viele Flusskrebse entdeckt. Die gelten dort aber nicht als Delikatesse, sondern als Schädlinge, die die Wände der Bewässerungsgräben durchlöchern. Deshalb werden sie bekämpft.

Auf dem Rückweg von Pals haben wir einen kleinen Umweg über "Can Bach" gemacht. Das ist ein alter Hof inmitten der Reisfelder, der ein super Restaurant beherbergt! Nebenan werden auch sehr günstig Wein und Spirituosen angeboten. Die Besitzer sprechen sehr gut deutsch.

Mit dem Auto biegt man von der Landstraße von Pals Richtung Toroella links nach Peratallada ab. Nach ca. 500M biegt man links in einen Feldweg ab. Ist ausgeschildert.

Wir kauften etwas Wein und machten uns auf den Rückweg. In Masos de Pals legten wir eine kleine Verschnaufpause im "Can Bernabe" ein. Es waren immerhin 26 Grad im Schatten. Da schmecken ein frisch gezapftes Dunkelbier und ein Bocadillo de Jamon (Schinkenbrot) besonders gut. Wir bestellten einen Tisch und schon mal die Vorspeise für unser Abendessen mit Renate und Dieter.

Vorerst gestärkt machten wir uns auf den Heimweg.

Abends gab es einen großen Vorspeisenteller, Bistec (dünnes durchgebratenes Rindersteak)für Renate und Dieter und Chuleta de Cordero (Lammkotlettes) für uns. Dazu gab es Gemüse und Patatas fritas (Pommes).

 

31.8.05

Unser neuer Sport heißt "Nordic Walking". Den kann man natürlich überall ausüben, auch im Urlaub! Das wollten wir heute mal ausprobieren. Gerd hat die Stöcke mit den kleinen Gurten vom Fahrradträger an der Querstange seines Fahrrades befestigt. Das hat sehr gut funktioniert.

Also rauf auf's Rad, Berg runter zu den Reisfeldern, Fahrräder geparkt, Stöcke in die Hand und los geht's. Eine schöne Tour. Nur die Leute schauten noch etwas skeptisch. Aber bald laufen auch die Spanier mit Stöcken in der Hand durch die Landschaft. Bei Lidl gab es sie dort schon zu kaufen. Nach der einstündigen Tour wieder rauf auf's Rad und nun mußte man den Berg ja auch wieder hinauf. Das gab einem den Rest! Sport ist Mord!

Mittags waren wir bei Renate und Dieter. Die hatten von ihren Freunden aus Barcelona einen ganzen Schinken bekommen. Sie trauten sich nicht ihn anzuschneiden. Sie fragten uns, ob wir ein scharfes Messer haben. Natürlich haben wir eins. Gerd sammelt scharfe Messer. Mit vereinten Kräften wurde ein Teil des Schinkens portioniert. Mit Rotwein und Baguette ergab es ein köstliches Mahl.

Anschließend gingen wir an den Strand und erfrischten uns in dem kühlen, glasklaren Wasser.

Heute machten wir uns mal einen gemütlichen Fernsehabend.



 


 

Schinken essen mit Dieter und Renate


1.9.05

Donnerstags ist Markt in L'Estartit. Er ist sehr viel größer, als der in Pals. Es ist aber auch etwas weiter, deshalb fuhren wir mit unserem Motorroller dort hin. Ein Marktbummel ist immer wieder faszinierend! Was es alles so zu kaufen gibt, man weiß gar nicht wo man zuerst hinsehen soll. Und immer mal wieder den suchenden Blick nach vorn, damit man den voran eilenden Ehemann nicht verliert! Wir gönnten uns noch ein Eis und machten uns auf den Rückweg. In L'Estartit gibt es jetzt auch einen Lidl. Dort kauften wir uns Hähnchenkeulen. Gegen die spanischen Hähnchen sind unsere echte Hungerhaken!

Nach dem Strandaufenthalt weihten wir unseren neuen Gasgrill ein. Es gab Hühnerkeulen mit Kräutern und Olivenöl mit Rotwein abgelöscht, dazu geröstete Kartoffelecken mit Schale und einen gemischten Salat. Oberlecker!

Abends sind wir mit Renate und Dieter nochmals im "Can Bernabe" eigekehrt, um das herrliche Dunkelbier zu geniessen.  

 

2.9.05 

Wir müssen uns sportlich betätigen, wir werden sonst zu dick! Also nochmals: Berg runter, 1Std. laufen, Berg wieder rauf. Mittags haben wir die Reste vom Schinken verspeist. Nach solch einer Anstrengung schmeckt er besonders gut.

Relaxen am Strand. Eigentlich sollten wir mit unserem Wohnmobil auch mal woanders hin fahren. Aber hier ist es so schön, man will gar nicht mehr weg. Aber die Reise ist ja noch nicht beendet.

Gerd traut sich auch endlich in's Wasser, aber nur ganz kurz. Na gut, dann bade ich eben alleine. Das Wasser ist so traumhaft.

Abends waren wir mit Renate und Dieter im "Can Bach". Man sollte unbedingt drinnen sitzen. Es ist ein schönes altes Gemäuer, klimatisiert und nicht so viele Fliegen wie draußen.

Gerd aß, wie immer, Schweinebäckchen und als Vorspeise Canelloni. Ich aß, wie immer, Gegrilltes Gemüse mit Ziegenkäse, Entenkeule mit Gemüse und Pommes und zum Nachtisch Eis mit Crema Catalana und kandierten Feigen. Ein Hochgenuss!


3.9.05

Wir haben Vorräte und die Zutaten für unseren gemeinsamen Grillabend mit Renate und Dieter gekauft. Danach genossen wir Strand und Meer.Den Abend verbrachten wir ganz gemütlich vor unserem Wohnmobil mit Grillen und klönen.


4.9.05

Heute war Hausputz angesagt. Aber diese kleine Wohnfläche ist schnell wieder sauber und ordentlich. Der Motorroller und die Fahrräder wurden auf dem Anhänger verstaut. Morgen fahren wir nach Caspe an den Ebrostausee.

Schnell noch einmal an den Strand und in's Wasser!


5.9.05

Um 12:00 verließen wir Pals, aber wir kommen auf dem Rückweg nochmals hierher, deshalb fällt der Abschied auch nicht ganz so schwer.

Wir fuhren auf der AP7 Richtung Barcelona, Tarragona. Abfahrt 25, Martorell, auf die A2 Richtung Lleida. AP= Autopista (Autobahn, meist Gebührenpflichtig) A = Autovia (Schnellstraße, Gebührenfrei) Die Autovia ist aber genauso gebaut wie eine Autopista. Auf der A2 kurz hinter Barcelona gibt es sehr starke und endlose Steigungen. Da wurde der Motor das erste mal so richtig heiß. Wir mußten die Heizung anmachen. In La Panadella gibt es einen großen Autohof. Dort gönnten wir uns und dem Motor eine Pause.

Kurz vor Lleida kamen wir in einen kurzen Gewitterschauer. Bei Fraga haben wir die Autovia verlassen, nächste Abfahrt hinter Fraga este.Die Hauptstraße geradeaus hindurch. Dort gibt es auf der rechten Seite jetzt auch einen Lidl. Der war im letzten Jahr noch nicht da. Wir parkten mit unserem etwas größeren Auto auf dem Parkstreifen an der Hauptstraße. Da war Platz genug. Zum Lidl Parkplatz ging es durch eine Toreinfahrt und wir wollten da nicht hineinfahren, weil wir nicht sehen konnten, ob er groß genug ist. Er war aber groß, wir hätten auch dort parken können.

Wer jetzt denkt, dass wir auch im Ausland auf deutsche Produkte stehen, der irrt. Bei Lidl in Spanien gibt es natürlich überwiegend spanische Produkte, wie z.B. Chorizo, versch. Ziegen- oder Schafskäsesorten, Bacalao (Stockfisch), Boquerones (kleine eingelegte Fische), Gebäck, das Obst und Gemüse sowieso und viele gute Weine etc. Man kann aber auch deutsches Schwarzbrot kaufen. Das Trinkwasser, welches man in Spanien in großen 5 od 8 L Kanistern kaufen kann, ist auch sehr günstig. Wir deckten uns mit den nötigsten Vorräten ein.

Ein Stück weiter auf der Hauptstraße, dann nach links auf die 211 Richtung Alcaniz, Caspe.

18:30 kamen wir auf dem CP Lake Caspe an. Wir sind 360 Km gefahren.

Es waren viele Plätze frei. Wir suchten uns einen aus, wo keine Bäume den Empfang unserer Satellitenschüssel störten. Man will ja auch manchmal deutsche Nachrichten sehen, um auf dem Laufenden zu bleiben.Als erstes wollten wir uns den Stausee ansehen. Durch die lange Trockenheit im letzten Winter sollen die Stauseen in Spanien viel zu wenig Wasser haben. Wir waren entsetzt! Wir kennen den vollen Stausee, jetzt auch den halb vollen!





Der Stausee ist nur noch zu ca. 50% gefüllt, Regen ist dringend notwendig.


Wir trafen eine Frau mit einem kleinen Hund, ein ganz süßer junger Pudel. Sie wartete auf ihren Mann, der mit dem Boot draußen zum Angeln war. Eine Deutsche aus dem Raum Stuttgart. Langsam kam er mit seinem Boot an das Ufer getuckert. Der Freund, der das Boot mit seinem Auto auf den CP ziehen sollte, hat nicht auf ihn gewartet. Und sie haben ein Wohnmobil.

Wir erkannten ihre Notlage und boten sofort unsere Hilfe an. Sie waren uns sehr dankbar, alleine wären sie nie den Berg hinauf gekommen. Sie luden uns ein, abends vorbei zu kommen, aber dafür waren wir zu müde. Vielleicht morgen.


6.9.05

Als wir das erste Mal auf dem CP Lake Caspe waren, hatten wir keinen Motorroller dabei. Wir konnten damals also nicht die Gegend ansehen. Deshalb sind wir erst einmal nach Caspe gefahren, und haben uns den Ort angesehen.




Caspe, am Mar de Aragon (Ebro Stausee)

Von dort hat man einen schönen Ausblick


Dort gibt es aber nichts Besonderes. Eine Kirche und eine kleine restaurierte Burg und einen Supermarkt. Dort gingen wir einkaufen. Auf dem Rückweg zum CP haben wir ein paar Landschaftsfotos gemacht.

Nachmittags gingen wir angeln. Wir beschlossen, unser Schlauchboot nicht aufzupumpen. Am Stausee war es windig und durch den niedrigen Wasserstand schauten schon die alten Bäume aus dem Wasser. Das war uns dann doch zu unsicher. Wir angelten vom Ufer aus.

Die Fische sprangen lustig aus dem Wasser, wir verloren 3 Köder in den Unterwasserbäumen, aber gefangen haben wir nichts.

Schade!

Als wir wieder zurück kamen, stand der Angler vom Vorabend vor unserem Wohnmobil und wollte uns ein Stück Waller zum Probieren bringen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, zumal wir ja selber nichts gefangen hatten. So konnten wir an diesem Abend doch noch Fisch essen. Der Waller hat wenig Gräten, schmeckt aber nach nichts. Wir fanden ihn nicht so besonders. Nach dem Essen besuchten wir die Leute auf einen "Klönschnack". Ihre Freunde waren uns nicht so sympatisch.

7.9.05

Wir wollten noch einmal angeln. Es regnete leicht. Wir hatten aber zum Glück unsere Regenjacken mit. Auch in Spanien kann man sie manchmal gebrauchen. Es wollte einfach kein Fisch anbeißen. Der Regen wurde immer schlimmer. Als ein Gewitter aufzog, packten wir ein und gingen schnell zum Wohnmobil zurück.

Dort bereiteten wir unsere Abreise am nächsten Morgen vor.




 Das Gewitter hat leider nicht genug Regen gebracht. 

 

 

8.9.05

Da wir der Meinung waren, nur eine kurze Strecke nach Ribes de Freser vor uns zu haben, ließen wir uns Zeit und starteten erst um 11:30.

In Fraga haben wir getankt und sind dort auf die A2 Richtung Lleida gefahren, kurz hinter dem Ort auf die C13 nach Balageur. Dort verfuhren wir uns kurz, weil die Beschilderung so schlecht war. Wir fanden aber dann doch den richtigen Abzweig auf die C26 Richtung Solsona.

Ab Artega de Segre wurde die C26 plötzlich zur C14 Richtung La Seu d Urgell. Etwas verwirrend!

Kurz vor Bassela ist es dann wieder die C26 Richtung Solsona. In den Staßenkarten ist die C26 durchgehend als eine gut ausgebaute Landstraße dargestellt. Ab Solsona, über Berga bis Ripoll, war es aber nur noch eine schmale Gebirgsstraße, teilweise ohne Mittelbegrenzung. Das ist schon abenteuerlich, wenn einem auf dieser schmalen Straße auch noch ein LKW oder ein großer Traktor in den Serpentinen entgegen kommt.

Nach einer anstrengenden Fahrt kamen wir ca. 17:30 in Ripoll an. Es regnete. Gleich am Ortseingang gibt es neuerdings einen Lidl. Dort deckten wir uns wieder mit dem Nötigsten ein.

Danach fuhren wir weiter nach Ribes de Freser. 

Um auf den Campingplatz zu gelangen, mußten wir durch die schmalen Gassen des Ortes fahren. Auf den Schildern stand Camping Pardines. Wir wollten aber auf den CP Vall de Ribes. Wir folgten aber erst einmal der Beschilderung. Es gab dort aber ein Schild zu wenig. Wo jetzt entlang? Geradeaus? (dort waren Straßenbauarbeiten) oder links über die kleine Brücke? Ich fuhr links, weil ich dachte, dass es wegen der Bauarbeiten geradeaus nicht weiter ging. Das war ein Fehler! Hinter der Brücke war eine kleine Kreuzung, an der man aber nur rechts abbiegen durfte. Dieses war eine schmale Gasse, wo auf der linken Seite auch noch Fahrzeuge parkten. Mit Wohnmobil und Anhänger schafften wir die Kurve nicht. Wir hatten uns festgefahren! Es blieb uns nur eines übrig, Anhänger abkoppeln, rangieren, Hänger wieder ankoppeln. Und das im Feierabendverkehr. Alle Leute guckten. Das war peinlich. Aber wir schafften die Kurve, und fuhren durch die kleine Gasse .Dann fanden wir die Beschilderung wieder.






Auf dem Weg zum CP Val de Ribes, in Ribes de Freser (nähe Ripoll) , mußten wir diese Straßen passieren!

Am Ortsausgang sahen wir das Schild für den CP Vall de Ribes. Wir hatten es geschafft. (Dachten wir). Zum CP führte eine steile Straße bergauf. Im ersten Gang war sie zu bewältigen. Oben auf dem Parkplatz angekommen, kochte das Kühlwasser! Das war nun doch zu viel!

Wir meldeten uns an und suchten uns einen Platz aus. Seit dem Wochenende waren das Restaurant und der kleine Supermarkt in der Woche geschlossen. Es sollte am nächsten Morgen also keine frischen Brötchen oder Baguette geben. Der nette Herr in der Anmeldung händigte uns einen Ortsplan aus, und zeigte uns, wo der Bäcker zu finden war. Nun mußten wir einen kleinen Weg bergab in den Ort laufen, um Brot für den nächsten Morgen zu kaufen. Wir schlenderten noch etwas durch den Ort, und schauten uns noch den Fahrplan der "Cremallera" (Zahnradbahn) an, mit der wir am nächsten Tag zum Kloster Nuria ,fahren wollten.

Wir waren ganz alleine auf dem CP.  


CP Val de Ribes  

9.9.05

Um 11:50 sind wir von Ribes de Freser mit der Zahnradbahn  Cremallera über Queralbs zum Kloster Nuria gefahren. Hin- und Rückfahrt kosteten pro Person 14:80 €. Wir saßen ganz hinten direkt am Fenster gegen die Fahrtrichtung. Dadurch hatten wir einen wunderschönen Ausblick.

 

Mit der Zahnradbahn von Ribes de Freser über Queralbs zum Kloster Nuria in 2000 Meter Höhe.

Wir waren vor einigen Jahren schon einmal mit unseren Kindern dort. Damals war es bedeckt, also kein gutes Foto Wetter. Ich habe gehofft jetzt bessere, digitale Fotos machen zu können, aber es war wieder bewölkt.

Wir schauten uns im Kloster und der Klosterkirche um.


 


Wie überall gibt es auch dort einen Souvenierladen. Wir blieben aber standhaft und kauften nur etwas Brot für den Rückweg. Ich wollte unbedingt bis zum Bahnhof nach Queralbs laufen.




         

Wir sind 2 ½ Stunden ca. 6KM immer bergab über felsige Wege gelaufen. Ich hatte nur Turnschuhe an. Dementsprechend taten mir danach die Füße weh.

Queralbs ist ein typisches Pyrenäen Bergdorf. Bei schönem Wetter gibt es dort viele Fotomotive. Als wir dort ankamen war alles grau in grau. Von den Bergen kamen die Wolken immer tiefer. Wir nahmen die nächste Bahn und fuhren zurück nach Ribes de Freser.





Der Bahnhof von Queralbs 

Wir sind platt! 

10.9.05

Unsere Füße schmerzten immer noch, deshalb wollten wir heute nicht mehr so viel laufen. Auf der gestrigen Wanderung haben wir viele Pilze gesehen. Heute wollten wir uns einen Wanderweg suchen, der uns zum Pilze sammeln in den Wald führt. Wir folgten erst einmal der Straße nach Pardines.



 Blick auf den Campingplatz Val de Ribes

Aber alle Wege die von der Straße abgingen, waren Privatwege, die man nicht betreten durfte. Nach ca. 1 Std kehrten wir wieder um. Am Wegesrand wuchs jede Menge Oregano. Davon pflückte ich mir einige Zweige zum Trocknen. Wir begegneten einigen frei laufenden Kühen mit Kälbern. Sie gingen ganz gemütlich zu einer Wiese, ohne Zaun. Wir folgten ihnen in einem sicheren Abstand. Gerd fragte, ob da ein Bulle bei ist. Ich konnte aber keinen entdecken und verneinte. Wir gingen weiter, Gerd vor mir. Etwas später fragte er nochmals und zeigte auf die Wiese: "und was ist das da?" Es war ein Bulle! Er schaute in unsere Richtung. Ohne Zaun! Mich ergriff ein panisches Gefühl. Wir blieben stehen und rührten uns nicht. Er ging zum Glück weiter und folgte seiner Herde. Wir schlichen uns leise von dannen.

Außerhalb der Saison ist das Restaurant auf dem CP nur am Wochenende geöffnet. Da heute Samstag ist, sind wir dort essen gegangen. Es war sehr lecker.

Morgen fahren wir wieder nach Pals. 

11.9.05

Es ist hier oben über Nacht sehr kalt geworden. Am Morgen waren nur 10Grad. Wir mußten heizen. Also schnell wieder an die warme Küste!  Von Ripoll weiter auf der 26 nach Olot. Hier ist die 26 wieder wesentlich besser ausgebaut. In Olot auf die 260 Richtung Girona. 

In Besalu haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht, damit ich digitale Fotos von der Brücke machen konnte. Es ist ein schöner mittelalterlicher Ort, der allerdings sehr viele Touristen anzieht.

  




   
In Pals kamen wir bei ca. 25Grad und strahlendem Sonnenschein an. Wie uns aber berichtet wurde, gab es während unserer Abwesenheit heftige Unwetter.Dementsprechend sahen der Platz und die Straßen in der Gegend auch aus. Alles verwüstet! Da haben wir aber Glück gehabt.

Bis zum 18.9. war jetzt nur noch Badeurlaub und Faulenzen angesagt.




Abendstimmung beim Angeln.


15.9.05

Miguel und Carmen haben viele Jahre das Restaurant auf dem CP Interpals geführt. Nun haben sie sich ein zweites Standbein aufgebaut. Miguel hat ein Restaurant in Palamos eröffnet. Carmen bedient weiterhin im CP Restaurant. Seit Miguel dort aber nicht mehr kocht, hat die Qualität und Quantität der Gerichte sehr nachgelassen. Schade!

Am 15.9. haben wir eine Tour mit dem Motorroller nach Palamos unternommen, um uns das Restaurant von Miguel anzusehen. Dort hat es uns sehr gefallen. Es befindet sich in einem schmalen alten Haus im Stadtkern, nicht weit vom Hafen. Das Restaurant hat mehrere Etagen, es ist sehr gemütlich. Nur die armen Kellner müssen immer treppab und treppauf laufen.

Wir aßen als Vorspeise Pimientos rellenos (gefüllte Paprika), als Hauptgericht Bacalao con Mousse de Ajo (Stockfisch mit Knoblauchmousse) dazu natürlich Sangria. Es war köstlich.



Palamos


 Dort hat Miguel sein eigenes Restaurant eröffnet  "El Rabal de Mar" , Pages Ortiz  53, Tel: 972 317437



16.9.05

An diesem Tag konnten wir ein letztes Mal vor der Heimreise Sonne Strand und Meer genießen.

Am 17.9. gab es morgens Gewitter und tagsüber Wolken und Sturm. Sollte es etwa Tramuntana geben? Der mehrtägige heftige

Sturm, der von den Pyreneen herüber weht?


                                                                    
Sturm am 17.9.05. Ist nichts mehr mit baden und sonnen einen Tag vor der Heimreise.




Am 18.9.traten wir unsere Rückreise um 8:40 an.

Wir wollten auf dem Rückweg Renate und Dieter in Blieskastel Ballweiler (bei Saarbrücken) besuchen. Um 22:15 kamen wir dort an.









      

Grillen bei Renate und Dieter im Garten

Wir blieben einen Tag, und machten uns am 20.9. auf den Weg nach Norderstedt.

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Die nächte Spanienrundreise haben wir uns für Mai/Juni 2006 vorgenommen.

Da wir den Süden Spaniens im Herbst 2004 bereist haben, und feststellen mußten, daß die Landschaft im Binnenland zu dieser Zeit sehr kahl und vertrocknet ist, möchten wir dort den Frühling erleben. Außerdem war damals unsere Kamera kaputt und ich habe noch sehr viele Fotos nachzuholen!

 

 

 
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