Gerd-und-Iris
  Spanien März April 2008
 



Spanienrundreise 19.3.08 - 12.4.08


19.3.

Vor einer Reise in den Süden, stellt sich für uns immer die Frage: A1 über Luxemburg, oder A7/A5 über Mülhausen. Wir entschieden uns für die erste Variante.

Das war ein Fehler! Bei Bremen: Stau, Kölner Ring: Stau.

Nach 10,5 Std. Fahrt für 647 Km, übernachteten wir auf dem CP "Freibad Echternacher Brück an der Luxemburger Grenze.

20.3.

Wie immer, ist unser erster Anlaufpunkt CP "Interpals" an der Costa Brava.

In Frankreich war die Reise wesentlich entspannter und wir kamen gut voran. Wir konnten uns sogar die Umgehung von Lyon sparen und nahmen die Stadtautobahn, da wir um die Mittagszeit keinen Berufsverkehr erwarteten.

Die Strecke von 1100 KM schafften wir in 13 Std. Um 21:30 kamen wir auf dem CP an. Wir durften uns in Weg 4 einen Platz aussuchen. Wir entschieden uns für den Platz 402, weil dort der Empfang des Satelliten nicht durch Bäume gestört wird.

Es war kalt und windig.

Wir gingen in das Restaurant um noch schnell etwas zu essen. Carmen und Miguel begrüßten uns erfreut. Miguel kocht ab jetzt wieder dort, er hat sein Restaurant in Palamos an einen Kollegen übergeben. Es war ihm zu viel Stress. Jetzt werden die Gerichte in dem CP Restaurant qualitativ wieder besser. Er kochte uns eine leckere Fischsuppe.

21.5. – 24.5.

Ostern verbrachten wir in Pals, wo wir uns von der „anstrengenden“ Anreise erholten.

Am Karfreitag waren wir mit dem Roller in Toroella de Montgri einkaufen. Erst war es nur kühl, aber als wir am weitesten vom Campingplatz entfernt waren, fing es kräftig an zu regnen. In den Süden nimmt man natürlich keine Regensachen mit, weil es dort wegen des Klimawandels ja so trocken ist. Naja , wir haben wieder mal etwas gemacht, was wir bisher noch nie gemacht haben: Wir wurden auf dem Roller bei einem Wolkenbruch so richtig bis auf die Knochen nass.

Die anderen Tage blieb es trocken, aber es war kühl und windig. Wir mußten abends und morgens heizen!



Die schneebedeckten Pyrenäen.

25.5.

Wir fuhren weiter in den Süden. Ziel war das Ebrodelta. Von der N 340 geht es in Amposta ca. 20 Km nach Osten zum
Campingplatz Eukaliptus, direkt am Meer.




Ursprünglich wollten wir ein paar Tage bleiben, aber schon bei der Fahrt durch das Delta beschlossen wir am Mittwoch weiter zu fahren.

Die Felder werden zur Zeit bestellt, das heißt, braune Erde soweit das Auge reicht, kaum grün, da muß man wohl später noch mal wiederkommen.

Der Campinplatz selbst war in Ordnung. Große Parzelle, neue und saubere Sanitäranlagen und zum Strand konnte man durch eine Pforte gelangen.

Der Strand selbst war nicht sehr einladend. Die „Erdformationen“ waren jedoch sehr interessant.











26.5.

Eigentlich wollten wir weiter. Aber das Wohni sprang nicht an. Also um 11.30 Uhr den ADAC angerufen. Und die haben geholfen:

Die nächste Werkstatt ist in Amposta. Dort könne man reparieren, nicht vor Ort. Also musste das Wohnmobil abgeschleppt werden. Der Wagen sollte aus dem 30km entfernten Vinaros kommen, das dauerte bis ca.15.00 Uhr. Weil der Fahrer Hunger hatte machte er noch eine Pause und kurz nach 4 war unser Wohni aufgeladen.





 

Mit teilweise 100 kmh düsten wir durch die Felder. Nebenbei erklärte uns der Chauffeur, wie die Reisbauern mit amerikanischen Hightech-Traktoren die Felder nivellieren. Dadurch, dass alles plan ist, verbraucht man beim Reisanbau erheblich weniger Wasser, weil es keine Pfützen mehr gibt.

Die Bosch-Werkstatt befindet sich in der Altstadt von Amposta. Wir fuhren durch die engen Straßen und irgendwie paßte das Wohni dann in eine Parklücke davor.



Ein Mann, der hinter uns fuhr, hielt und stieg aus. Er wollte nun unbedingt von uns wissen, warum wir unser Wohnmobil nicht in die ortsansässige Peugeot Werkstatt bringen lassen, sein Sohn ist dort der Chef! Er konnte sogar ein bisschen deutsch sprechen. Wir konnten ihm aber erklären, dass der ADAC mit der Bosch Werkstatt kooperiert. Dort war man begeistert, als wir um 17.00 Uhr ankamen. Schließlich wurden wir vormittags avisiert.

Man machte sich an die Arbeit. d.h. vielmehr auf die Suche.

Der Vorbesitzer unseres Autos hat nachträglich eine Wegfahrsperre eingebaut, von der uns beim Kauf damals nichts gesagt wurde.

Durch einen dummen Umstand hat Gerd sie aktiviert....

Der Chef der Werkstatt, Senor Eduard, hat sehr schnell festgestellt, das irgendwo ein Schalter sein muß. Nach zweieinhalb Stunden hatte er ihn gefunden. Wir konnten weiter.

(Die Abschleppkosten hat der ADAC übernommen, die Werkstattkosten wir).

An diesem Abend sind wir nur noch bis Vinaros gekommen. Dort gibt es vor dem Sabeco – Supermarkt einen großen Parkplatz, wo auch LKW-Fahrer übernachten.

Es war sehr stürmisch und wir hatten Angst, dass das Wohni umkippt.

27.3.

In Vinaros gibt es neben dem Supermarkt noch eine der preiswertesten Tankstellen in der Region und Lidl und Aldi.

Heute wollten wir nach Oliva.

Der CP Eurocamping liegt etwas außerhalb des Ortes. Als wir ankamen, war gerade Siesta und so konnten wir uns ein wenig umsehen. Die Plätze in den Dünen waren alle besetzt und die übrigen Parzellen waren recht klein und alles schien etwas beengt. das hat uns nicht so zugesagt.

Wir fuhren nach Oliva zurück zum  CP Kiko Park

Der Platz ist schöner angelegt, aber die billigen Parzellen (ACSI) sind auch sehr eng. Der einzige freie ACSI Platz befand sich am Ende eines schmalen Weges direkt neben der Chemietoiletten-Entsorgung. Wir gönnten uns deshalb einen GranComfort Platz mit Strom-, Frisch- und Abwasseranschluß für 30 Euro die Nacht





Der CP liegt direkt am Meer. Daneben befindet sich der Yachthafen und ein Restaurant, Kiko Port, von dem wir annahmen, dass es auch zum CP gehört.

Böser Irrtum. Als wir abends dort zum Essen waren stellten wir fest, dass die Preise zum Yachthafen gehörten, die aufgetischten Speisen das Niveau aber nicht bestätigten. Sehr teuer, aber nicht gut!



Restaurant Kiko Port

28.3.

Ein schöner Tag, blauer Himmel und 23 Grad.

Mit dem Roller fuhren wir ins Zentrum von Oliva. Wir schlenderten über den großen Markt und anschließend durch die Altstadt. Danach versorgten wir uns noch für das Abendessen. Es gab Dorade und Wolfsbarsch.









29.3.

Leider sind heute wieder Wolken aufgezogen und es sind nur 18 Grad. Wir unternahmen mit dem Roller einen Ausflug nach Denia. Nach einem Rundgang durch die Markthalle (da gibt es deutschsprachige Stände mit ur-deutschen Produkten) wollten wir das Castell besichtigen. Aber die machen mittags zu. Also fuhren wir zurück nach Oliva durch betörend duftende Orangenplantagen. Die Bäume standen in voller Blüte.






Nachmittags machten wir dann noch einen Spaziergang an den Strand und schauten bei Sturm und „eisigen“ Temperaturen den Kitesurfern zu.

Abends haben wir eingepackt.




30.3.

Wir fuhren über die N 340 und die A 7 nach Valencia und dann auf der A 23 bis Teruel. Von hier führt die Te- 1512 nach
Albarracin
. Die Straße erinnert stark an die Route 66, 20 Km immer geradeaus, links und rechts Felder, fehlt nur der Santa Fe Express....



Der
Cp Ciudad de Albarracin liegt am Rande des kleinen Dorfes. Die Parzellen sind sehr schmal, aber wir fanden doch eine passende Lücke.




Nachmittags erkundeten wir den kleinen Ort und wanderten bei Sonne und 20 Grad entlang der Stadtmauer ein Stück den Hügel hinauf.




















Am Abend haben wir uns Koteletts und Würstchen, die wir bei Schlachter im Dorf gekauft haben, gebraten.

31.3.

Heute geht’s mit dem Roller in die Sierra de Albarracin hinein. Auf der kurvigen 1512 immer den Berg hoch. In 1800 Meter Höhe lag dann auch noch Schnee.













Es war sehr kalt und trotz des in Vinaros bei Lidl erstandenen Wind- und Wärmeschutz für Scooterfahrer wurde die Frische irgendwann unangenehm. So fuhren wir wieder zurück zum CP.


Nach der Tour mussten wir uns erst einmal in der Sonne aufwärmen.

1.4.

Wir wanderten zu den Pinturas, Höhlenmalereien, die Anfang des vorigen Jahrhunderts entdeckt wurden.
Durch eine von rot-bunten Felsen umrandete Schlucht hindurch meisterten wir auf 4 Km rund 200 Höhenmeter und gelangten in Den Naturpark der Sierra de Albarracin.












Die Wege sind sehr gut ausgeschildert.

Hier führen Wanderwege an den einzelnen Malereien vorbei. Die Pinturas sind durch Gitter geschützt, damit Nachwuchsküstler sie nicht "verschönern" können.

 





Auf dem Rundweg kommt man auch zu einem Mirador, von dem man einen hervorragenden Ausblick hat. Leider war es windig bewölkt und auch wieder zu kühl. Auf der Straße gingen wir zurück ins Tal.


2.4.

Teruel existe! 
Davon wollten wir uns heute überzeugen. Seit Ende der 90 er Jahre gibt es die Kampagne, die Provinz Teruel aus dem vernachlässigten/vergessenen Dasein zu erwecken. Der Zustand der Straßen, Eisenbahn, medizinischen Versorgung und auch Arbeitsmöglichkeiten wurden von den Bewohnern beklagt und Regierung aufgefordert, Abhilfe zu schaffen.

Die Anfahrt über die A 23 hatte es uns schon gezeigt, dass sich etwas tut, denn die ehemals kurvige Landstraße ist mittlerweile 4-spurig ausgebaut.

Wir machten uns mit dem Roller auf den Weg nach Teruel. Oberhalb des Bahnhofs fanden wir einen Parkplatz. Von dort schlenderten wir durch die gut renovierte Altstadt.



















Heute scheint die Sonne und es wird auch richtig warm.

 

Auf dem Rückweg fuhren wir über Bezas, eine schöne Strecke für Motorradfahrer zurück nach Albarracin.





Abends gingen wir in der Altstadt von Albarracin in einer Tapa Bar essen (der totale Gegensatz zum Kiko Port – hervorragendes Essen und kleine Preise).

Als wir zum CP zurück gingen, war es schon dunkel und die Gassen waren beleuchtet. Wir kamen uns in das Mittelalter versetzt vor.

3.4.

Die Sonne scheint!

Mit dem Roller fuhren wir noch einmal zum Mirador im Naturpark. Wir genossen den Ausblick bei Sonne und blauem Himmel.








 


Anschließend fuhren wir über abenteuerliche Sand-, Schotter- und Waldwege (tolle Bedingungen für Geländemaschinen) zur Lagune von Bezas. Leider ist nur wenig Wasser darin, dafür aber sehr viele Frösche.




Über Gea de Albarracin fuhren wir zurück.

Danach war einpacken angesagt.

4.4.

Um 9.30 Uhr waren wir auf der Piste. Über die landschaftliche schöne Straße N 211 über Montalban, Alcanitz, Caspe nach Fraga und dann auf der C 25 nach Gerona fuhren wir wieder nach Pals. Diese Strecke ist landschaftlich sehr schön und ich wollte sie unbedingt noch einmal fahren.








Rast in Mequinenza am Ebrostausee



"El Siluro" Der Wels, von dem man im Ebro besonders große Exemplare fangen kann





Eigentlich wollten wir noch zum Duraton, aber da es noch so kalt war, haben wir uns diesen Ort für die nächste Rundreise aufgehoben.

5.4. – 9.4.

Nachdem wir uns auf dem CP Interpals eingerichtet hatten



Camping Interpals, Weg 4.


machten wir die für diesen Ort typischen Unternehmungen:

Markt in Palafrugell, Markt in Toroella de Montgri, die Dunkelbierkneipe (Can Bernabe) in Masos de Pals, Roller fahren, im Ter die Fische füttern (angeln), Grillen,

essen im Restaurant Can Bach mitten in den Reisfeldern kurz vor Peratallada, usw...







Ein Ausflug zur Mündung des Riu Ter





Riu Ter bei Torroella de Montgri



Pals, dahinter die schneebedeckten Pyrenäen



Torroella de Montgri, dahinter "die liegende Frau" das Montgri Massiv



Die Mohnblumen begannen schon zu blühen

Nur eins haben wir diesmal nicht geschafft; wir haben uns nicht einmal am Strand gesonnt, aber dafür kommen wir im Sommer noch einmal wieder!

Am 9.4. haben wir abends noch einmal bei Carmen und Miguel ausgiebig gespeist.

10.4.

Recht früh, vor 10.00 Uhr sind wir auf dem Weg nach Hause. Das Wohnmobil läuft gut und wir sind kurz vor 22.00 Uhr in Breisach.


11.4.

Nach dem für diese Region üblichen Frühstück bei Mc Donald in Herbolzheim reihen wir uns in die Schlange der LKW ein, die in Richtung Norden rollt.
 

Heute ist sehr viel Polizei unterwegs und auf vielen Raststätten und Parkplätzen kann man Kontrollmaßnahmen beobachten. Wir halten uns an die erlaubte Geschwindigkeit und erreichen trotz eines angeblichen 20 Km Staus vorm Elbtunnel um 19.00 wohlbehalten unser Zuhause

13.4.

Das Wohni ist geputzt. Es kann eigentlich wieder losgehen!!!








 
  Heute waren schon 13 Besucher hier!